Plus­punkt fürs Es­sen, Mi­nus fürs WLAN

Was Tou­ris­ten in Bran­den­burg lo­ben und kri­ti­sie­ren

Märkische Oderzeitung Eisenhüttenstadt - - Wirtschaft Regional -

Rheins­berg. Gu­ter Ser­vice im Ho­tel, gu­tes Es­sen, aber schlech­tes WLAN. Das Ur­teil vie­ler Tou­ris­ten, die nach Bran­den­burg kom­men, fällt nach ei­ner Er­he­bung des Ost­deut­schen Spar­kas­sen­ver­ban­des ge­mischt aus. Der Ver­band stell­te am Frei­tag in Rheins­berg sein jähr­li­ches Tou­ris­mus­ba­ro­me­ter vor, mit Ana­ly­sen und Trends zur ak­tu­el­len Markt­la­ge. Da­bei wer­den Da­ten aus 2017 und dem ers­ten Halb­jahr 2018 be­rück­sich­tigt.

Ins­ge­samt sieht der Be­richt den Tou­ris­mus in Bran­den­burg auf ei­nem gu­ten Weg: Die Zahl der Über­nach­tun­gen ist von Ja­nu­ar bis Ju­ni 2018 um 4,9 Pro­zent ge­gen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum ge­stie­gen. 2,3 Mil­lio­nen Gäs­te ka­men. Da­mit setzt sich der po­si­ti­ve Trend des Vor­jah­res mit ei­nem Zu­wachs von 1,6 Pro­zent bei den Über­nach­tun­gen fort.

Al­ler­dings ist die Zuf­rie­den­heit der Gäs­te in den Bran­den­bur­gi­schen Rei­se­ge­bie­ten un­ter­schied­lich. Be­son­ders gut ste­hen das El­be-Els­ter-Land, die Nie­der­lau­sitz, Pri­gnitz, die Ucker­mark oder der Spree­wald da. Un­ter dem Lan­des­durch­schnitt in Sa­chen zu­frie­de­ne Gäs­te lie­gen un­ter an­de­rem der Flä­ming, Pots­dam und das Bar­ni­mer Land. Die Gäs­te kri­ti­sie­ren da­bei nicht nur feh­len­des, schnel­les In­ter­net. Kri­tik gibt es auch an an­ge­bo­te­nen Gäs­te­zim­mern und Prei­sen.

Die Ver­fas­ser des Tou­ris­mus­ba­ro­me­ters ra­ten den An­bie­tern zu ei­ner stär­ke­ren Pro­fi­lie­rung. Das kann zum Bei­spiel ei­ne kla­re Aus­rich­tung auf Fa­mi­li­en oder Rad­ler sein. Nur ein Drit­tel al­ler Be­trie­be in Bran­den­burg wür­den ein kla­res Pro­fil ver­mark­ten, heißt es im Be­richt.

Gu­te Chan­cen se­hen die Tou­ris­mus­ex­per­ten da­bei für klei­ne Be­trie­be. In Bran­den­burg stel­len Be­her­ber­gungs­be­trie­be mit we­ni­ger als 30 Bet­ten 55 Pro­zent der Un­ter­neh­men und 19 Pro­zent der Bet­ten. Pen­sio­nen, An­bie­ter von Fe­ri­en­woh­nun­gen oder Cam­ping­plät­ze könn­ten sich mit ei­ner Pro­fi­lie­rung in Zu­kunft gu­te Markt­chan­cen si­chern, so die Ex­per­ten. Das gilt auch für das Lu­xus­seg­ment – wo sich mit In­di­vi­dua­li­tät und pres­ti­ge­träch­ti­gen An­ge­bo­ten punk­ten lässt. (ima)

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