Sport, Spaß und Sper­run­gen

Ei­ne Mil­lio­nen Zu­schau­er und zahl­rei­che Bands wer­den am Sonn­tag an der Ma­ra­thon­stre­cke er­war­tet

Märkische Oderzeitung Eisenhüttenstadt - - Berlin - Von Ma­ria neu­en­dorff

Ber­lin. Der Ber­lin-Ma­ra­thon gilt un­ter Lauf­freun­den welt­weit als be­son­ders be­liebt, weil nicht nur die Stre­cke se­hens­wert, son­dern auch die Stim­mung am Rand be­son­ders gut ist. Doch für Au­to­fah­rer kön­nen die um­fang­rei­chen Sper­run­gen eben­falls zu ei­ner Her­aus­for­de­rung wer­den.

Wie kom­me ich ans Ziel? Die­se Fra­ge wer­den sich am Wo­che­n­en­de wohl nicht nur die ins­ge­samt rund 70 000 Läu­fer, Ska­ter, Roll­stuhl­fah­rer und Hand­bi­ker stel­len. Die Stra­ßen­sper­run­gen zum 45. Ber­lin Ma­ra­thon sind wie im­mer um­fang­reich, die In­nen­stadt wird von der 42 Ki­lo­me­ter lan­gen Stre­cke qua­si um­zin­gelt. Schon am Sonn­abend gibt es zwi­schen 14.30 Uhr und 19 Uhr ers­te Teil­sper­run­gen von der Pots­da­mer Stra­ße bis zur Stra­ße des 17. Ju­ni für die Ska­ter und die Mi­ni-Ma­ra­thon-Teil­neh­mer.

Schlupf­lö­cher für Au­to­fah­rer bie­ten der Tier­gar­ten­tun­nel und die Au­to­bah­nen. Fuß­gän­ger kön­nen die Stre­cke al­le paar hun­dert Me­ter auch wäh­rend der Ver­an­stal­tun­gen pas­sie­ren. Al­ler­dings müs­sen laut den Ver­kehrs­be­trie­ben ins­ge­samt 35 Bus- und Tram­li­ni­en un­ter­bro­chen be­zie­hungs­wei­se um­ge­lei­tet wer­den. Da­mit die U-Bah­nen als ein­zi­ge Que­rungs­mit­tel nicht hoff­nungs­los über­füllt sind, schickt die BVG am Sonn­tag be­reits ab 6 Uhr auf den Li­ni­en U2, U6, und U9 so­wie ab 9 Uhr auch auf den Li­ni­en U7 und U8 Zü­ge mit der größt­mög­li­chen Län­ge auf die Schie­nen.

Um 8.50 Uhr wird es die ers­ten Starts an der Sie­ges­säu­le ge­ben. Die 42,195 Ki­lo­me­ter lan­ge Rou­te, die un­ter den in­ter­na­tio­na­len Sport­lern auch Sight­see­ing-Tour ge­nannt wird, führt über Moabit nach Mit­te, pas­siert Fried­richs­hain, Kreuz­berg, Neu­kölln und Schö­ne­berg, macht ei­nen gro­ßen Bo­gen in Ste­glitz, um die Läu­fer schließ­lich über Wil­mers­dorf und Char­lot­ten­burg ins Ziel auf der Stra­ße des 17. Ju­ni zu füh­ren.

Beim Durch­lau­fen des Bran­den­bur­ger Tors als End­punkt wer­den wohl nicht nur die Ma­ra­thon-Läu­fer Gän­se­haut be­kom­men. An dem emo­tio­na­len End­punkt er­mög­li­chen Tri­bü­nen und Vi­deo­wän­de tau­sen­den von Zu­schau­ern Ein­blick auf die Ziel­ge­ra­de. DJs spie­len die Lieb­lings­lie­der der Läu­fer, die die­se vor­her an­ge­ge­ben ha­ben.

Doch ge­ju­belt und mu­si­ziert wird auch an­ders­wo. Knapp 60 Bands spie­len an der Stre­cke auf und sor­gen so­mit bis zum Nach­mit­tag für ein fast durch­gän­gi­ges Live-Kon­zert. Das „Da­me­n­or­ches­ter Sa­lo­mé“will zum Bei­spiel an der Gru­ne­wald­stra­ße in Schö­ne­berg ei­ne Mi­schung aus Swing und Jazz, La­tin und Soul spie­len.

Am Kott­bus­ser Tor gibt es tür­ki­schen Rock. Und un­ter der Au­to­bahn­brü­cke am Inns­bru­cker Platz will ei­ne Per­cus­sionG­rup­pe den Läu­fern mit Trom­meln ein­hei­zen. Die Ver­an­stal­ter er­war­ten ei­ne Mil­li­on Zu­schau­er an der Stre­cke, die ih­rer­seits or­dent­lich Bam­bu­le ma­chen.

Mehr zm The­ma: www. moz.de/ber­linma­ra­thon

Fo­to: Michele Tan­tus­si

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.