Im Ge­den­ken an die Op­fer

Wol­ters­dorf, Schönei­che und Erk­ner er­in­nern an an­ti­jü­di­sche Po­gro­me

Märkische Oderzeitung Erkner - - Vorderseite -

Wol­ters­dorf. Stil­les Ge­den­ken und Kranz­nie­der­le­gung: Auf un­ter­schied­li­che Wei­se ist am Frei­tag der Op­fer an­ti­jü­di­scher Po­gro­me am 9. No­vem­ber 1938 ge­dacht wor­den.

Wol­ters­dorf/schönei­che/erk­ner. Stil­les Ge­den­ken, Stol­per­stein-spa­zier­gang, kirch­li­che And­acht und Kranz­nie­der­le­gung: Auf un­ter­schied­li­che Wei­se ist am Frei­tag in Schönei­che, Erk­ner und Wol­ters­dorf der Op­fer an­ti­jü­di­scher Po­gro­me am 9. No­vem­ber 1938 ge­dacht wor­den.

In Wol­ters­dorf leg­ten Bür­ger Ge­bin­de am Denk­mal für die Ver­folg­ten des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus (VDN) nie­der. Wor­te des Ge- den­kens sprach Ed­gar Gut­jahr von der Initia­tiv­grup­pe Stol­per­stei­ne. Er er­in­ner­te an den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus und dass es 1933 et­wa 90 jü­di­sche Wol­ters­dor­fer gab. „Die meis­ten sind Op­fer die­ses grau­sa­men Wahns ge­wor­den.“Mit Stol­per­stei­nen, die in der Ge­mein­de ver­legt wor­den sind, wer­de ih­nen ein wür­di­ges Ge­den­ken be­wahrt. Gut­jahr be­rich­te­te, dass Wol­ters­dor­fer der­zeit da­bei sind, die Schick­sa­le wei­te­rer Op­fer des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus zu re­cher­chie­ren. Ih­nen zu Eh­ren sol­len wei­te­re Stol­per­stei­ne im Ort ver­legt wer­den.

Un­mut lös­te bei Gäs­ten der Ge­denk­ver­an­stal­tung aus, dass kein Ver­tre­ter der Ge­mein­de dar­an teil­nahm. Ähn­li­che Kri­tik hat­te es auch in den Vor­jah­ren ge­ge­ben. Am 17. No­vem­ber, wenn in Wol­ters­dorf Herbst­putz ist, soll auch das Ge­län­de rund um das Denk­mal ge­pflegt wer­den. (ahe)

Fo­to: An­net­te He­rold

Blu­men und Krän­ze zur Er­in­ne­rung: Ge­den­ken am Vdn-denk­mal in Wol­ters­dorf

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