Die­sel­kom­pro­miss löst hef­ti­ges Echo aus

Bran­chen­ex­per­te: „We­ni­ger als ein Fli­cken­tep­pich“

Märkische Oderzeitung Erkner - - Nachrichten -

Ber­lin. Der Kom­pro­miss zwi­schen Ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er (CSU) und den deut­schen Au­to­her­stel­lern in der Die­sel­kri­se steht in der Kri­tik. Die Her­stel­ler hat­ten zu­ge­sagt, Hard­ware-nach­rüs­tun­gen mit bis zu 3000 Eu­ro zu un­ter­stüt­zen.

Aus Sicht von Grü­nen-frak­ti­ons­chef An­ton Ho­frei­ter geht das „Trick­sen“un­ge­niert wei­ter. Da­mit sei­en vie­le wei­te­re Fahr­ver­bo­te in Städ­ten mit dre­cki­ger Luft pro­gram­miert. Klaus Mül­ler, vom Bun­des­ver­band der Ver­brau­cher­zen­tra­len sag­te: Die Zu­sa­gen ei­ni­ger Her­stel­ler, die Kos­ten für Hard­ware-nach­rüs­tung zu über­neh­men, sei­en längst über­fäl­lig ge­we­sen. „Dass jetzt doch je­der Her­stel­ler sein ei­ge­nes Süpp­chen kocht und so­gar ei­ni­ge be­trof­fe­ne Die­sel­be­sit­zer ganz leer aus­ge­hen, ist nicht ver­mit­tel­bar.“Be­trof­fe­nen dürf­te durch die Hard­ware-nach­rüs­tung kei­ne Kos­ten ent­ste­hen.

Aus Sicht von Bran­chen­ex­per­te Fer­di­nand Du­den­höf­fer ist die an­ge­peil­te Lö­sung „noch we­ni­ger als ein Fli­cken­tep­pich“. VW und Daim­ler mach­ten rund 30 Pro­zent der Die­sel­fahr­zeu­ge in Deutsch­land aus, der Rest blie­be un­be­rück­sich­tigt. (dpa)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.