Le­ser­brie­fe an die Re­dak­ti­on

Märkische Oderzeitung Fürstenwalde - - Meinungen Und Hintergrund -

Eu­ro­pa be­steht nicht nur aus Mer­kel und Ma­cron

Je­an Clau­de Jun­ker gibt nach der Un­garn­wahl wie­der den po­li­tisch-mo­ra­li­schen Platz­an­wei­ser. Nicht nur Or­ban ist in der EU ge­gen die mer­ke­li­sche Flücht­lings­po­li­tik. Straf­maß­nah­men wie Haus­halts­kür­zun­gen oder der Ent­zug des Stimm­rechts wer­den lee­re Dro­hun­gen blei­ben, weil al­le den Sank­tio­nen zu­stim­men müs­sen. Dem viel be­schwo­re­nen Zu­sam­men­halt wird das auch nicht för­der­lich sein. Vi­el­leicht wird der EU-Kom­mis­si­on jetzt klar, dass Eu­ro­pa nicht nur aus An­ge­la Mer­kel und Em­ma­nu­el Ma­cron be­steht.

Rü­di­geR Lütt­ge Alt­lands­berg/OT Giels­dorf Das un­ga­ri­sche Volk hat ent­schie­den und sich so­mit klar für die Po­li­tik von Or­ban ent­schie­den. Es wä­re jetzt völ­lig falsch, dem vom Volk frei ge­wähl­ten Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Knüp­pel zwi­schen die Bei­ne zu wer­fen und von Sei­ten der EU frag­wür­di­ge Sank­tio­nen zu ver­hän­gen. Wenn der ehe­ma­li­ge SPD-Vor­sit­zen­de Mar­tin Schulz ei­nen Wahl­kampf a la Or­ban ge­führt hät­te, wä­re er heu­te Bun­des­kanz­ler, da ge­he ich je­de Wet­te ein.

Rein­haRd he­RoLd

Frankfurt (Oder)

Es wird wie­der mal mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen

Der Bei­trag be­schreibt, wie die Sor­ge der Ju­den in Deutsch­land vor An­fein­dun­gen wächst, ob­wohl die deut­sche Po­li­tik und die Me­di­en äu­ßerst is­ra­el­freund­lich han­deln und be­rich­ten. Bei­spiel: Am Kar­frei­tag er­schie­ßen is­rae­li­sche Scharf­schüt­zen 18, ei­ne Wo­che spä­ter wohl noch ein­mal neun Pa­läs­ti­nen­ser im Ga­za-Strei­fen. Da­zu kom­men noch je­weils hun­der­te Ver­letz­te. Die Bun­des­re­gie­rung for­dert, wie seit Jahr­zehn­ten, bei­de Sei­ten zur Mä­ßi­gung auf.

Als Ge­gen­bei­spiel der Fall Skri­pal, bis heu­te nicht rest­los auf­ge­klärt, be­stimmt er schon seit Wo­chen mit all sei­nen Aus­wir­kun­gen die Welt­po­li­tik. Es ist im- mer wie­der fest­zu­stel­len, dass hier mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen wird. Wir im Wes­ten sind die Gu­ten, al­le An­de­ren wer­den schnell in die nächs­te Schub­la­de ge­steckt. Man hat sich schon fest­ge­legt, die Wahr­heit ist ei­gent­lich nicht er­for­der­lich. hans amLing

Pan­ketal

End­lich hat ei­ner die Not­brem­se ge­zo­gen

Ich weiß, wie ein an­stren­gen­des Fuß­ball­spiel, Trai­ning und das gan­ze Drum­her­um den ein­zel­nen Ak­teur be­las­ten kön­nen. Trotz­dem ha­be ich nie ver­stan­den, dass bei nach­las­sen­der Leis­tung der Mann­schaft stets die Trai­ner ent­las­sen wur­den. End­lich hat in Grie­chen­land ei­ner die Not­brem­se und die rich­ti­ge Schluss­fol­ge­rung ge­zo­gen. Der Club­prä­si­dent Evan­ge­los Ma­ri­na­kis hat die Mann­schaft vor­läu­fig be­ur­laubt. Und er hat vom Club Geld zu­rück­ver­langt.

Jetzt dürf­te je­der ein­zel­ne Spie­ler Zeit zum Nach­den­ken ha­ben. Was ha­be ich, was hat mei­ne Mann­schaft in der Ver­gan­gen­heit falsch ge­macht? Oder sind wir al­le schon satt und fi­nan­zi­ell für die Zu­kunft ab­ge­si­chert? Ich wünsch­te mir die­ses Vor­ge­hen als Vor­bild­wir­kung für vie­le an­de­re Clubs in Deutsch­land.

LothaR tRö­geR Ei­sen­hüt­ten­stadt

Die ab­ge­druck­ten Brie­fe sind kei­ne re­dak­tio­nel­len Mei­nungs­äu­ße­run­gen. Die Re­dak­ti­on be­hält sich das Recht auf Kür­zung vor.

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