Haft­stra­fe ge­gen Ho­te­lier Hil­pert ist rechts­kräf­tig

Bun­des­ge­richts­hof weist Re­vi­si­on zu­rück

Märkische Oderzeitung Fürstenwalde - - Aus Aller Welt -

Pots­dam. Die schier end­lo­se Kri­mi-Sa­ga um den Ho­te­lier Axel Hil­pert hat ein En­de. Im Ju­ni 2011 ist er we­gen Sub­ven­ti­ons­be­trugs beim Bau des 2005 er­öff­ne­ten Re­sorts Schwie­low­see fest­ge­nom­men wor­den. Nun hat der Bun­des­ge­richts­hof das Ur­teil des Land­ge­richts Frankfurt (Oder) – drei Jah­re und neun Mo­na­te Haft – ge­gen den in­zwi­schen 70-Jäh­ri­gen be­stä­tigt. Sei­ne Re­vi­si­on ge­gen das Ur­teil wur­de von den Karls­ru­her Rich­tern als un­be­grün­det ver­wor­fen.

Die Straf­kam­mer in Frankfurt (Oder) um die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin Clau­dia Cot­tä­us war im Fe­bru­ar 2017 zu der Über­zeu­gung ge­langt, dass der frü­he­re Sta­siMann und SED-De­vi­sen­be­schaf­fer mit ei­nem un­durch­sich­ti­gen Fir­men­kon­strukt die Bau­kos­ten für das Lu­xus­ho­tel künst­lich in die Hö­he ge­trie­ben und die Lan­des­in­ves­ti­ti­ons­bank ILB da­mit um 2,6 Mil­lio­nen Eu­ro För­der­geld be­tro­gen hat. Hil­perts An­wäl­te be­teu­er­ten hin­ge­gen stets, dass die För­der­bank von An­fang an von der ori­gi­nel­len Fi­nan­zie­rungs­stra­te­gie des In­ves­tors ge­wusst ha­be und sie dul­de­te: Hil­pert zahl­te fort­lau­fend Ge­winn­auf­schlä­ge an sich selbst, steck­te För­der­geld al­so in die ei­ge­ne Ta­sche statt in das Ho­tel.

Of­fen bleibt zu­nächst, ob und wenn ja wann der als ge­sund­heit­lich an­ge­schla­ge­ne Hil­pert die Haft an­tre­ten muss. (mat)

Mehr zum The­ma: www. moz.de/axel­hil­pert

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