EU will Aus­wei­se mit di­gi­ta­lem Fin­ger­ab­druck

Märkische Oderzeitung Fürstenwalde - - Nachrichten -

Brüs­sel. Der Fin­ger­ab­druck und an­de­re bio­me­tri­sche Da­ten im Per­so­nal­aus­weis sol­len nach dem Wil­len der EU-Kom­mis­si­on Vor­schrift für al­le 28 Mit­glieds­staa­ten wer­den. So wür­de es für Ter­ro­ris­ten und Kri­mi­nel­le schwie­ri­ger, Do­ku­men­te zu fäl­schen, sag­te In­nen­kom­mis­sar Di­mi­tris Av­ra­mo­pou­los der „Welt“. Bis­her sind in Deutsch­land Fin­ger­ab­drü­cke als Merk­mal zur Iden­ti­fi­ka­ti­on in Per­so­nal­aus­wei­sen frei­wil­lig. In deut­schen Rei­se­päs­sen sind Fin­ger­ab­drü­cke seit 2007 Stan­dard.

Die EU-Kom­mis­si­on will den Ge­set­zes­vor­schlag dem Zei­tungs­be­richt zu­fol­ge heu­te in Brüs­sel vor­stel­len. Da­mit er Rea­li­tät wür­de, bräuch­te er die Zu­stim­mung der EU-Staa­ten.

Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um in Berlin er­klär­te auf An­fra­ge: „Deutsch­land steht dem Vor­ha­ben po­si­tiv ge­gen­über, da Per­so­nal­aus­wei­se als Rei­se­do­ku­men­te – auch in das au­ßer­eu­ro­päi­sche Aus­land – ge­nutzt wer­den kön­nen und die ver­pflich­ten­de Ein­füh­rung von Fin­ger­ab­drü­cken in Per­so­nal­aus­wei­sen ei­nen zu­sätz­li­chen Si­cher­heits­fak­tor bie­ten kann.“(dpa)

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