Frankfurt muss al­lein ab­schie­ben

Bei der 30. Moz-knei­pen­nacht am 30. April ist auch das Kö­nigs Frit­ze wie­der mit da­bei / Lo­kal­chef Frank Na­gel lässt mo­bi­le Büh­ne bau­en

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Vorderseite -

Frankfurt er­hält bei der Ab­schie­bung aus­rei­se­pflich­ti­ger Per­so­nen kei­ne Amts­hil­fe mehr. Wel­che Kos­ten das mit sich bringt, er­ör­tert der­zeit die Stadt­ver­wal­tung. Be­fürch­tet wird ei­ne Un­ter­fi­nan­zie­rung.

Frankfurt. Mu­sik, küh­le Ge­trän­ke, le­cke­res Es­sen: Am 30. April steigt die 30. MOZ-KNEI­pen­nacht, die auch dies­mal vom Frank­fur­ter Brau­haus prä­sen­tiert und vie­len Part­nern un­ter­stützt wird. In den kom­men­den Ta­gen stel­len wir al­le elf be­tei­lig­ten Lo­ka­le vor. Heu­te: Das Kö­nigs Frit­ze in Alt­be­resin­chen.

Es ist Nach­mit­tag, kurz nach drei. Die Eck­knei­pe hat seit zehn Mi­nu­ten ge­öff­net. Der Gast­raum ist noch leer. Kei­ne Gäs­te, kein Wirt. Nach ei­nem lau­ten „Hal­lo“kommt von hin­ten Frank Na­gel an­ge­wu­selt. „Tschul­di­gung, wir sind auf dem Hof und ma­chen den ge­ra­de schick.“Wäh­rend ein paar Stamm­gäs­te Mo­bi­li­ar durch die Ge­gend rü­cken und Blu­men­kü­bel be­pflan­zen, er­zählt der Wirt von sich und der Tra­di­ti­ons­knei­pe, de­ren Chef er seit gut ei­nem Jahr ist: „Sol­che Sa­chen wie den Hof, ma­che ich mit mei­nen Stamm­gäs­ten zu­sam­men. Für vie­le ist der ‚Frit­ze’ ein biss­chen wie Fa­mi­lie. So wie auch für mich. Der ‚Frit­ze’ ist wie­der zur gu­ten Stu­be des Kiez ge­wor­den“, sagt er.

Er ist in sei­nem Re­de­fluss kaum zu stop­pen und man merkt Frank Na­gel an, dass er stolz dar­auf ist, dass der La­den wie­der läuft. Er er­zählt von den sonn­täg­li­chen Früh­schop­pen, die sich nun fest eta­bliert ha­ben, von ge­plan­ten Hof­fes­ten und der neu­en, run­den Büh­ne, die ge­ra­de ge­baut wird. Sie wird mo­bil und soll dann so­wohl im Gast­raum und, bei schö­nem Wet­ter, auch auf dem Hof zum Ein­satz kom­men.

„Und na­tür­lich spielt bei uns der Fuß­ball ei­ne ganz gro­ße Rol­le. Al­le Spie­le gibt es über Sky und Eu­ro­sport li­ve.“Zur WM soll es ein Wohl­fühl­pro­gramm mit Groß­lein­wand, Hof­grill und Mu­sik ge­ben, er­zählt er, und: „Wenn kein Fuß­ball oder sons­ti­ges sportliches Groß­er­eig­nis ist, ma­chen wir auch schon mal ganz spon­tan ei­ne Par­ty, oder es gibt Live­mu­sik. Da­für ist auch die neue Büh­ne.“

Dass der „Frit­ze“sich wie­der an der Moz-knei­pen­nacht be­tei­ligt, ist für Frank Na­gel ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Mit der Ei­sen­hüt­ten­städ­ter Rock­band „Le­ad Pen­cil“hat er dies­mal ei­ne Band ein­ge­la­den, de­ren mu­si­ka­li­sches Spek­trum sich ir­gend­wo zwi­schen AC/DC und ZZ-TOP be­wegt.

Ku­li­na­risch will Frank Na­gel, in­so­fern das Wet­ter mit­spielt, zur Knei­pen­nacht sei­nen Gäs­ten Spe­zia­li­tä­ten vom Hof­grill ser­vie­ren – Spare­ribs, Gy­ros­brat­wurst, Gy­ros­bur­ger und Ofen­kar­tof­feln ste­hen auf der Spei­se­kar­te.

Wie in den meis­ten Lo­ka­len, be­ginnt auch im Kö­nigs Frit­zen die Knei­pen­nacht ge­gen 20 Uhr. An al­len an­de­ren Ta­gen hat das Tra­di­ti­ons­lo­kal ab 15 Uhr ge­öff­net so­wie sonn­tags zu­sätz­lich von 9 bis 13 Uhr zum Früh­schop­pen. (sob)

Fo­to: Bern­hard Soban­ski

Frank Na­gel vom Kö­nigs Frit­zen: Der Wirt ist seit ei­nem Jahr Chef der Tra­di­ti­ons­knei­pe.

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