Bay­er will Traum vom Triple stop­pen

Le­ver­ku­sen emp­fängt heu­te im Po­kal­halb­fi­na­le Heynckes und sei­ne Bay­ern

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Vorderseite -

Le­ver­ku­sen. Die Fuß­bal­ler von Bay­er Le­ver­ku­sen hof­fen heu­te Abend im Halb­fi­na­le des Dfb-po­kals auf den gro­ßen Heim-coup. Sie wol­len den Triple-traum vom FC Bay­ern München plat­zen las­sen.

Le­ver­ku­sen. Zwei­mal hat Jupp Heynckes in die­ser Sai­son sei­nen Ex-club Bay­er Le­ver­ku­sen ge­är­gert, nun will die Werks­elf den Spieß um­dre­hen und ih­rem frü­he­ren Fuß­ball-coach rich­tig weh tun. Im Halb­fi­na­le des Dfb-po­kals heu­te Abend könn­te Bay­er den Traum des 72-Jäh­ri­gen vom zwei­ten Triple mit Bay­ern München nach 2013 plat­zen las­sen.

„Jupp muss Vor­bild für al­le sein. Des­halb ist es auch et­was Be­son­de­res“, sagt Bay­er-trai­ner Hei­ko Herr­lich. „Doch bei al­lem be­rech­tig­ten Re­spekt und Lob von mei­ner Sei­te: Wenn ich die Mög­lich­keit be­kä­me, die Bay­ern raus­zu­schmei­ßen, kann ich na­tür­lich kei­ne Rück­sicht neh­men. Kei­ner weiß das bes­ser als er.“

Die bei­den 1:3-Nie­der­la­gen in der Li­ga sind für Le­ver­ku­sen seit den jüngs­ten 4:1-Er­fol­gen ge­gen die di­rek­ten Cham­pi­ons­le­ague-kon­kur­ren­ten RB Leip­zig und Ein­tracht Frankfurt ver­ges­sen. „Wir ha­ben in der Li­ga zwar zwei­mal ge­gen die Bay­ern ver­lo­ren, aber auch zwei­mal be­acht­li­che Leis­tun­gen ge­bo­ten. Ich kom­me ja aus Bre­men, und da sagt man: Drei­mal ist Bre­mer Recht“, er­klärt Na­tio­nal­spie­ler Ju­li­an Brandt selbst­be­wusst. Er ist sich zwar der Au­ßen­sei­ter­rol­le be­wusst, sieht aber rea­lis­ti­sche Chan­cen. „Bay­ern ist der Fa­vo­rit. Doch wir müs­sen uns nicht ver­ste­cken.“Auch Bay­er-tor­wart Bernd Le­no glaubt, dass der Po­kal­sie­ger von 1993 erst­mals seit 2009 ins Fi­na­le ein­zie­hen kann. „Wir strah­len im Mo­ment gro­ßes Selbst­ver­trau­en aus, aber wir brau­chen ei­nen Sah­ne­tag“, sagt der Na­tio­nal­tor­wart.

Den Bay­ern wird Ar­turo Vi­dal feh­len, der sich we­gen ei­nes frei­en Ge­lenk­kör­pers ei­nem Ein­griff am Knie un­ter­zie­hen muss­te. Trai­ner Heynckes wür­de zum Ab­schluss sei­ner gran­dio­sen Kar­rie­re ger­ne noch ein­mal das deut­sche Cup-fi­na­le am 19. Mai in Berlin und mög­lichst auch das End­spiel in der Cham­pi­ons Le­ague ei­ne Wo­che spä­ter in Kiew be­strei­ten. Berlin, sag­te er, sei „für al­le et­was Be­son­de­res, je­der will da hin“. Im We­ge ste­he nur noch Le­ver­ku­sen, das den Bay­ern im März 2009 die bis­lang letz­te Aus­wärts­nie­der­la­ge im Po­kal zu­füg­te. Für sei­nen 26 Jah­re jün­ge­ren Kol­le­gen Herr­lich, als Pro­fi Dfb-po­kal­sie­ger mit Bay­er (1993) und Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach (1995), ist die deut­sche Haupt­stadt eben­so das er­klär­te Ziel: „Es ist groß­ar­tig, so ein Fi­na­le zu spie­len, weil in Berlin ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che At­mo­sphä­re herrscht.“(sid)

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