Ta­rif­ge­sprä­che zum Bau ge­hen in letz­te Run­de Preis­än­de­run­gen bei Fern­wär­me mel­den

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Wirtschaft -

Berlin. Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die bun­des­weit rund 800 000 Bau­ar­bei­ter ge­hen vor­aus­sicht­lich in die Schluss­pha­se. „Wir wol­len in die­ser Run­de ein Er­geb­nis. Ei­ne wei­te­re Run­de wird es nicht ge­ben“, sag­te der Ver­hand­lungs­füh­rer der In­dus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-agrar-um­welt (IG BAU), Diet­mar Schä­fers, am Mon­tag in Berlin zum Auf­takt der drit­ten Ver­hand­lungs­run­de. Sie ist auf zwei Ta­ge an­ge­setzt, bis Di­ens­tag. Soll­te ei­ne der bei­den Sei­ten das Schei­tern der Ver­hand­lun­gen er­klä­ren, wür­de ein Sch­lich­tungs­ver­fah­ren in Gang ge­setzt. Erst wenn die Sch­lich­tung miss­lin­gen soll­te, sind Streiks mög­lich.

Die IG BAU for­dert ein Ein­kom­men­s­plus von sechs Pro­zent, ein vol­les 13. Mo­nats­ein­kom­men so­wie die Ver­gü­tung der We­ge­zeit und die Über­nah­me der Aus­bil­dungs­kos­ten. Au­ßer­dem sol­le es bei der An­glei­chung der Os­tan die West­löh­ne ei­nen deut­li­chen Schritt vor­an­ge­hen. Die Löh­ne in Ost­deutsch­land lie­gen et­wa sie­ben Pro­zent un­ter dem West­ni­veau. Die voll­stän­di­ge An­glei­chung bis zum Jahr 2022 ist be­reits ver­ein­bart. Die Ar­beit­ge­ber ha­ben nach ei­ge­nen An­ga­ben „ei­nen Ver­tei­lungs­spiel­raum von sechs Pro­zent für zwei Jah­re“an­ge­bo­ten. (dpa) Berlin. Der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band (vz­bv) ruft Fern­wär­me­kun­den auf, Ver­trags­an­pas­sun­gen und Preis­än­de­run­gen zu mel­den. Der Markt­wäch­ter Ener­gie des vz­bv nimmt der­zeit den Fern­wär­me­markt un­ter die Lu­pe, wie die Ver­brau­cher­schüt­zer am Mon­tag mit­teil­ten. Fern­wär­me­kun­den kön­nen dem­nach von trans­pa­ren­ter Preis­ge­stal­tung, nach­voll­zieh­ba­rer Kenn­zeich­nung der Brenn­stof­fe oder ei­nem An­bie­ter­wech­sel nur träu­men.

Die Kun­den müss­ten in­trans­pa­ren­te Ge­schäfts­prak­ti­ken und sehr lan­ge Ver­trags­lauf­zei­ten hin­neh­men. Der Wech­sel des Heiz­sys­tems schei­te­re an bau­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten, ho­hen Kos­ten oder dem An­schluss­zwang. Gleich­zei­tig ge­be es – an­ders als im Strom- und Gas­markt – bis­lang kei­ne aus­rei­chen­den recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen, die den Ver­brau­cher schüt­zen, wie zum Bei­spiel ei­ne zu­frie­den­stel­len­de Pflicht zur Trans­pa­renz oder ei­ne wirk­sa­me kar­tell­recht­li­che Preis­kon­trol­le, kri­ti­sier­te der vz­bv.

Das Bun­des­kar­tell­amt spre­che in die­sem Zu­sam­men­hang von „ge­fan­ge­nen Kun­den“. Die Be­trei­ber von Fern­wär­me­net­zen ver­füg­ten in der Re­gel über ei­ne Mo­no­pol­stel­lung. (AFP)

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