Kon­to­wech­sel zu kom­pli­ziert

Zeit­schrift „Fi­nanz­test“kri­ti­siert For­mu­lar als völ­lig un­ver­ständ­lich

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Wirtschaft -

Berlin. Seit an­dert­halb Jah­ren ha­ben Bank­kun­den ei­nen ge­setz­li­chen An­spruch auf Hil­fe beim Kon­to­wech­sel – doch der Ser­vice funk­tio­niert laut ei­ner Stich­pro­be von „Fi­nanz­test“nicht im­mer rei­bungs­los. Grund sei das vom Ge­setz­ge­ber ent­wi­ckel­te For­mu­lar für den Wech­sel: Es ist laut „Fi­nanz­test“„völ­lig un­ver­ständ­lich“. Durch Um­fang, Auf­bau und Spra­che schre­cke es eher von ei­nem Kon­to­wech­sel ab.

Auf min­des­tens drei Pa­pier­sei­ten gibt es für die Bank­kun­den in drei Ab­schnit­ten mehr als 50 Mög­lich­kei­ten, Kreu­ze zu set­zen, da­mit die al­te und die neue Bank Da­ten aus­tau­schen und Zah­lungs­vor­gän­ge über­tra­gen kön­nen. Das Wech­sel­sys­tem sei da­her feh­ler­an­fäl­lig, be­män­geln die Tes­ter.

Ne­ben dem ge­setz­li­chen gibt es bei vie­len Ban­ken auch noch ei­nen ei­ge­nen di­gi­ta­len Kon­to­wech­sel­ser­vice. In der Stich­pro­be mit sechs On­li­ne­kun­den konn­ten die­se die Di­enst­leis­tung na­he­zu rei­bungs­los nut­zen, wie „Fi­nanz­test“be­rich­te­te. Der di­gi­ta­le Ser­vice sei aber kei­ne Ga­ran­tie für gu­tes Ge­lin­gen – in ei­nem Fall schei­ter­te die Test­per­son.

Seit Sep­tem­ber 2016 ha­ben Bank­kun­den den ge­setz­li­chen An­spruch dar­auf, dass die be­tei­lig­ten Ban­ken ih­nen beim Kon­to­wech­sel hel­fen. (AFP)

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