Kei­ner mag Ler­chen

Stu­die be­legt: Früh­auf­ste­hen scha­det der Ge­sund­heit

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Vorderseite -

Für Schlaf­for­scher tei­len sich die Men­schen in Eu­len und Ler­chen. Zur Er­in­ne­rung: Eu­len, das sind die­se flau­schi­gen, sym­pa­thisch-ge­müt­li­chen Vö­gel, die je­der mag. Ler­chen, das sind die­se as­ke­ti­schen, farb­lo­sen Schrei­häl­se, die je­dem auf die Ner­ven ge­hen. Für die Som­no­lo­gie ist ihr Biorhyth­mus ent­schei­dend: Eu­len ste­hen für Lang­schlä­fer, Ler­chen für Früh­auf­ste­her, aber die an­de­ren Ei­gen­schaf­ten las­sen sich auch über­tra­gen. Kei­ner mag Men­schen, die frei­wil­lig vor zehn auf­ste­hen.

Trotz­dem ha­ben ra­di­ka­le Ler­chen die Herr­schaft an sich ge­ris­sen und al­le an­de­ren ih­rem Rhyth­mus un­ter­wor­fen. Kei­ne Eu­le wä­re auf die Idee ge­kom­men, den Un­ter­richt, die Bör­se, die Ar­beit im Bü­ro um acht Uhr mor­gens be­gin­nen zu las­sen. Ir­gend­wie müs­sen die Eu­len die Ab­stim­mun­gen über die Struk­tu­rie­rung des Ar­beits­ta­ges ver­schla­fen ha­ben. Ei­ne Stu­die der Uni­ver­si­tä­ten Sur­rey und Chi­ca­go zeigt, wie ge­fähr­lich das ist. Nacht­ak­ti­ve ster­ben frü­her, weil sie ge­gen ih­re in­ne­re Uhr le­ben. Sie nei­gen zu Dia­be­tes und Dro­gen­miss­brauch. Früh­auf­ste­hen ist das neue Rau­chen.

Es wird Zeit, die Ter­ror­herr­schaft der Ler­chen zu bre­chen. Eu­len al­ler Län­der, ver­ei­nigt euch! Al­so, ir­gend­wann nach zwölf! Kei­nes­falls vor elf! Vi­el­leicht auch erst mor­gen! Aber dann rich­tig! (toc)

Fo­to: Ap/dpa

Män­ner, die sich nicht mö­gen: Us-prä­si­dent Do­nald Trump (l.) und der frü­he­re Fbi-di­rek­tor Ja­mes Co­mey

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