Link­s­par­tei no­mi­niert Ka­ra­wans­kij als Mi­nis­te­rin

38-Jäh­ri­ge tritt Gol­ze-Nach­fol­ge in Pots­dam an

Märkische Oderzeitung Schwedt - - Vorderseite -

Pots­dam.

Nach dem Phar­maskan­dal in Bran­den­burg soll die aus Leip­zig stam­men­de frü­he­re Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Su­san­na Ka­ra­wans­kij neue Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin wer­den. Dies ent­schied der Lan­des­vor­stand der Link­s­par­tei, die in Pots­dam Ju­ni­or­part­ner der SPD ist, am Frei­tag ein­stim­mig, wie die Par­tei mit­teil­te. Die Links­po­li­ti­ke­rin wür­de da­mit Dia­na Gol­ze (Lin­ke) nach­fol­gen, die im Phar­maskan­dal zu­rück­ge­tre­ten war.

Die 38-jäh­ri­ge Po­li­tik- und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin Ka­ra­wans­kij war erst 2008 in die Par­tei ein­ge­tre­ten und schon ein Jahr spä­ter Mit­glied im säch­si­schen Lan­des­vor­stand. 2013 wur­de sie in den Bun­des­tag ge­wählt und dort Mit­glied im Fi­nanz­aus­schuss. Im ver­gan­ge­nen Jahr ver­pass­te sie den Wie­der­ein­zug ins Par­la­ment und ar­bei­tet seit­dem für die Bun­des­tags­frak­ti­on der Lin­ken, seit die­sem Früh­jahr als Ost­ko­or­di­na­to­rin.

Ka­ra­wans­kij sag­te, sie wol­le zu­nächst das Haus ken­nen­ler­nen, we­gen des Phar­maskan­dals sei al­ler­dings ein Kri­sen­ma­nage­ment not­wen­dig. „Die Zeit drängt ja in ge­wis­ser Wei­se“, sag­te sie. Ihr sei es jetzt vor al­lem wich­tig, Si­cher­heit zu schaf­fen und Auf­klä­rung zu be­trei­ben. (dpa/MOZ)

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