„Tut Bu­ße und geht nach Ca­nos­sa“

Märkische Oderzeitung Schwedt - - Leserbriefe - Ro­LanD kLo­se BaD FreDeBurG

Zu „Spit­ze des Eis­bergs“(Aus­ga­be vom 26. Sep­tem­ber):

Es ist mitt­ler­wei­le in un­se­rer Ge­sell­schaft zu ei­ner Ma­sche ver­kom­men, sich für Fehl­ver­hal­ten ein­fach nur zu ent­schul­di­gen, oh­ne kom­plett die Fol­gen da­für zu über­neh­men. So ent­schul­dig­te sich zum Bei­spiel Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) für die rea­li­täts­fer­ne GroKo-Ent­schei­dung in der Cau­sa Maa­ßen, Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (CDU) für den ge­leg­ten Mo­or­brand der Bun­des­wehr in der Nä­he von Mep­pen und der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Bi­schofs­kon­fe­renz und Erz­bi­schof von Mün­chen und Frei­sing, Rein­hard Kar­di­nal Marx, für das Ver­tu­schen des se­xu­el­len Kin­des­miss­brauchs durch „hoch­wür­di­ge“ka­tho­li­sche Pries­ter.

„Tut Bu­ße und geht nach Ca­nos­sa“, möch­te ich al­len Be­tei­lig­ten des­halb zu­ru­fen. Oder noch bes­ser, lie­ber Kar­di­nal Marx, ich emp­feh­le Ih­nen zu­min­dest als Vor­sor­ge für Ih­re Pries­ter ei­nen Keusch­heits­gür­tel mit ent­spre­chen­dem Schlüs­sel.

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