Stra­ßen­sa­nie­rung ab­ge­schlos­sen

Bür­ger­meis­ter Bött­cher wür­digt zur Ein­wei­hung der Sied­lungs­stra­ßen größ­tes kom­mu­na­les In­vest­vor­ha­ben

Märkische Oderzeitung Seelow - - Vorderseite - Von ulf GrieGer

Let­schin. Das seit Ju­ni 2017 sa­nier­te Stra­ßen­netz der Let­schiner Sied­lung ist fer­tig. Die mit rund 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro größ­te In­ves­ti­ti­on der Ge­mein­de wur­de am Frei­tag ein­ge­weiht.

Let­schin. Das seit Ju­ni 2017 sa­nier­te, ins­ge­samt 1,94 Ki­lo­me­ter lan­ge Stra­ßen­netz der Let­schiner Sied­lung ist fer­tig. Die mit rund 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro größ­te In­ves­ti­ti­on der Ge­mein­de wur­de am Frei­tag fei­er­lich ein­ge­weiht. Die An­lie­ger sind mit 60 Pro­zent an den Bau­kos­ten be­tei­ligt.

Der Let­schiner Mäd­chen­chor un­ter Lei­tung des Eh­ren­bür­gers von Let­schin, Lothar Bött­cher, hat­te zur Ein­wei­hung ein mu­si­ka­li­sches Ge­schenk vor­be­rei­tet. Vor den Bau­ar­bei­ten von Stra­bag, den Pla­nern und zahl­rei­chen Ein­woh­nern der Sied­lung er­wei­ter­ten sie so­gar die heim­li­che Hym­ne der Let­schiner um die Wür­di­gung der „Stra­bag-Au­to­bah­nen“. Ein be­son­de­rer Gruß galt den Ar­bei­tern mit ei­nem Med­ley, an dem ne­ben den gro­ßen Chor­mie­zen auch die Hort­kin­der be­tei­ligt wa­ren.

Let­sch­ins Orts­vor­ste­her Man­fred Neubauer dank­te den am Bau Be­tei­lig­ten da­für, dass das Ge­samt­vor­ha­ben im Kos­ten­rah­men ge­blie­ben ist. Was be­deu­tet, dass zu den Aus­bau­bei­trä­gen, die als Vor­aus­zah­lung er­ho­ben wur­den, nicht noch ei­ne Nach­zah­lung er­for­der­lich wird. Neubauer wür­dig­te ins­be­son­de­re die Auf­wer­tung, die das Wohn­vier­tel an Sied­lungs­stra­ße, Ed­winHo­ern­le-Stra­ße und den bei­den Ab­schnit­ten der Au­gust-Be­belStra­ße er­fah­ren hat.

Bür­ger­meis­ter Micha­el Bött­cher be­zeich­ne­te die Rea­li­sie-

rung der größ­ten kom­mu­na­len Stra­ßen­in­ves­ti­ti­on als „gro­ßen Schritt“für die Ge­mein­de. Was 16 Jah­re an Vor­lauf- und Pla­nungs­zeit ge­braucht hat­te, das sei in ei­ner so­gar um drei Mo­na­te kür­ze­ren Bau­zeit voll­endet wor­den. In dem 1,94 Ki­lo­me­ter lan­gen Stra­ßen­netz wur­den auch Strom- und Was­ser­lei­tun­gen so­wie Ab­was­ser­ka­nä­le er­neu­ert. Auf ei­ner Län­ge von mehr als zwei Ki­lo­me­tern wur­de ei­ne Re­gen­was­ser­lei­tung ge­baut. Das Was­ser stand vor 15 Mo­na­ten noch auf den al­ten Be­ton­plat­ten in gro­ßen Se­en und war ei­ne stän­di­ge Pla­ge. Ins­ge­samt wur­den zu­dem 150 Zu­fahr­ten zu den Grund­stü­cken ge­pflas­tert.

Vie­le An­woh­ner hat­ten wäh­rend der Bau­zeit vom rück­sichts­vol­len Agie­ren der Bau­ar­bei­ter be­rich­tet. Das be­kräf­tig­te am Frei­tag auch Kers­tin Rie. Die An­woh­ne­rin war mit ih­rer Mut­ter Mo­ni­ka zur Ein­wei­hung ge­kom­men. Auch wenn sie 5700 Eu­ro als Aus­bau­bei­trag zu zah­len hat­te, sei doch die da­mit ge­won­nene­ne Auf­wer­tung zu­frie­den­stel­lend. „Mein Mann ist auf den Roll­stuhl an­ge­wie­sen. In der ge­sam­ten Bau­zeit wur­den wir un­ter­stützt, so dass wir je­der­zeit aufs Grund­stück konn­ten“, be­rich­tet Mo­ni­ka Rie.

Die Ge­mein­de hat zur Fi­nan­zie­rung ih­res An­teils in Hö­he von 40 Pro­zent der Bau­kos­ten ei­nen Kre­dit auf­ge­nom­men. Auch die An­lie­ger konn­ten zur Fi­nan­zie­rung ih­rer An­tei­le zins­lo­se Kre­di­te be­an­tra­gen, so dass nie­mand sein Haus ver­kau­fen muss­te, um die Bei­trä­ge zah­len zu kön­nen

Auch die Fa­mi­lie von Mar­ti­na Fröh­lich ge­hört zu den An­woh­nern. Sie hat­te für das Ein­wei­hungs­fest ei­ne ganz be­son­de­re Über­ra­schung zu­be­rei­tet: ei­nen gro­ßen Ku­chen, der die ge­sam­te Sied­lung mit ih­rem neu­en Stra­ßen­netz dar­stellt. Da­von konn­ten sich al­le Teil­neh­mer des Fes­tes ein Stück ab­schnei­den.

Die Ge­mein­de­ver­wal­tung be­dank­te sich noch ein­mal mit klei­nen Prä­sen­ten bei all je­nen, die sich be­son­ders für den rei­bungs- lo­sen Ablauf ein­ge­setzt hat­ten, wie Ute Bütt­ner, Bernd Ko­ter­mann oder An­ne­ma­rie Wor­pus.

„Herz­li­chen Dank da­für, dass wir heu­te die­se Stra­ßen ein­wei­hen kön­nen, für die es kein Die­sel­fahr­ver­bot gibt“so Micha­el Bött­cher mit ei­nem Au­gen­zwin­kern. Er er­in­ner­te an die zum Teil wid­ri­gen Wit­te­rungs­be­din­gun­gen, un­ter de­nen ge­baut wer­den muss­te. Da gab es eben­so hef­ti­ge Nie­der­schlä­ge wie auch die lan­ge Hit­ze­pe­ri­ode in die­sem Som­mer, die es so­gar schwie­rig mach­te, dass das Deck­schicht­ma­te­ri­al er­kal­ten konn­te.

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Fo­tos (2): Mat­thi­as Lu­bisch

Vie­le Vä­ter hat der Er­folg: Zur Stra­ßen­ein­wei­hung an der Kreu­zung Au­gust-Be­bel-Stra­ße in Let­schin durf­ten die klei­nen und die gro­ßen Teil­neh­mer das Band durch­schnei­den.

Mit be­son­de­rem Mu­sik­pro­gramm: Chor­lei­ter Lothar Bött­cher und die Sän­ge­rin­nen hat­ten ei­gens die Tex­te ei­ni­ger Lie­der um­ge­dich­tet, um den Stra­ßen­bau­ar­bei­tern zu dan­ken.

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