Aus Spar­kas­se wird Ver­wal­tungs­sitz

Mit­glie­der des Bau­aus­schus­ses der Stadt se­hen sich im Haus um / Pla­nung für Um­bau wird erst ver­ge­ben

Märkische Oderzeitung Seelow - - Vorderseite - Von Do­ris st­ein­krAus

See­low. Das der­zei­ti­ge Spar­kas­sen­ge­bäu­de soll 2019 Ver­wal­tungs­sitz wer­den – das Amt See­low-Land will dort ein­zie­hen, die Stadt See­low ist mit ih­rer Käm­me­rei schon da.

See­low. Das der­zei­ti­ge Spar­kas­sen­ge­bäu­de soll 2019 Ver­wal­tungs­sitz wer­den. Die Mit­glie­der des Bau­aus­schus­ses der Stadt sa­hen sich vor Ort um. Der Um­bau ist be­schlos­se­ne Sa­che, jetzt geht es je­doch um ver­än­der­te De­tails.

„Wir sind pla­ne­risch in Ver­zug“, be­kann­te Bau­amts­lei­ter Jörg Krü­ger zum Auf­takt des Rund­gangs. Denn An­fang des Jah­res hat­ten al­le Kom­mu­nal­ver­tre­tun­gen in den Äm­tern See­low- Land, Gol­zow, Neu­har­den­berg und Le­bus mit Be­schlüs­sen zu­ge­stimmt, dass die Stadt das Ge­bäu­de er­wirbt, da­für und auch für den IT-Aus­bau die För­der­mit­tel er­hält. Ziel: Schaf­fung ei­ner Ver­bands­ge­mein­de mit Sitz der Ver­wal­tung in See­low.

Da der Ge­setz­ent­wurf zur ge­meind­li­chen Ent­wick­lung dann ge­kippt wur­de, spran­gen die ers­ten Part­ner ab. Mit dem end­gül­ti­gen Ge­set­zes­be­schluss im Sep­tem­ber leg­te auch Neu­har­den­berg al­le Ver­hand­lun­gen auf Eis.

Ent­schie­den ist bis­her nur eins: Der Amts­aus­schuss von See­lo­wLand be­schloss den Um­zug der Ver­wal­tung von ih­rem jet­zi­gen Do­mi­zil ins Spar­kas­sen­ge­bäu­de. Die Ver­wal­tung bleibt ei­gen­stän­dig, aber man will durch öf­fent­li­che-recht­li­che Ver­trä­ge mit der Stadt – wie sie be­reits für Stan­des­amt und Ein­woh­ner­mel­de­amt be­ste­hen – ei­ne hö­he­re Ef­fek­ti­vi­tät er­rei­chen. In der kom­men­den Wo­che sind ers­te Ge­sprä­che da­zu ge­plant.

„Wir ha­ben jetzt aber ins­ge­samt ei­ne ganz an­de­re Si­tua­ti­on“, er­läu­ter­te Krü­ger. „Statt der ur­sprüng­lich ge­dach­ten Zu­sam­men­füh­rung al­ler be­tei­lig­ten Ver­wal­tun­gen wird vor­erst nur Platz für ei­ne Ver­wal­tung be­nö­tigt.“Das er­for­de­re ei­ne neue Pla­nung, die im Üb­ri­gen erst ver­ge­ben wer­de. Der Bau­amts­lei­ter er­läu­ter­te den Ab­ge­ord­ne­ten und sach­kun­di­gen Ein­woh­nern die ers­ten Über­le­gun­gen. Im Erd­ge­schoss wer­de sich op­tisch nicht viel än­dern, sag­te er. Die ein­zel­nen Be­ra­tungs­räu­me der Spar­kas­se sol­len künf­tig für die Ver- Gang durch die Tief­ga­ra­ge: Dort be­fin­den sich 38 Pkw-Stell­plät­ze. Im Kel­ler­be­reich be­fin­den sich zu­dem idea­le Ar­chiv-Räu­me.

wal­tung ge­nutzt wer­den. Den Ein­wand von Die­ter Pfei­ler we­gen der Heiz­kos­ten auf­grund der ho­hen und of­fe­nen Flur­be­rei­che ent­kräf­te­te Krü­ger. „Sie lie­gen hier nied­ri­ger als im Rat­haus“, ver­si­cher­te er. Man ha­be al­le Zah­len auf dem Tisch.

So wie im Erd­ge­schoss wer­de sich auch in den für die Ver­wal­tung von See­low-Land ge­plan­ten Eta­gen bau­lich nicht viel

än­dern. Pro Bü­ro sol­len zwei Ar­beits­plät­ze ent­ste­hen. Wich­tig sei der Ein­bau mo­der­ner ITTech­nik und das bis ins Ober­ge­schoss, auch wenn dies vor­erst nicht be­nö­tigt wird, be­ton­te Krü­ger. Da­mit schaf­fe man die Be­din­gun­gen, um bei Be­darf wei­te­re Bü­ro­räu­me zu schaf­fen. Es ge­be kei­ne Um­bau­maß­nah­men, für die ei­ne bau­recht­li­che Ge­neh­mi­gung er­for­der­lich ist. Nö­tig sei­en Er­wei­te­run­gen und An­pas­sun­gen der Lüf­tung und Kli­ma­tech­nik so­wie der Elek­trik.

Das Amt See­low-Land will zum 1. Ok­to­ber 2019 in das Spar­kas­sen­ge­bäu­de zie­hen. Die Spar­kas­se ver­lässt im Fe­bru­ar 2019 ih­ren Sitz, zieht ins be­nach­bar­te ehe­ma­li­ge Kauf­haus. Dort wur­den zwei Eta­gen im Flü­gel der Küs­tri­ner Stra­ße ent­spre­chend der An­for­de­run­gen des kom­mu­na­len Kre­dit­in­sti­tu­tes her­ge­rich­tet. Der ge­gen­wär­ti­ge Sitz wird seit Lan­gem nur zum Teil ge­nutzt. Ei­ni­ge Tei­le sind ver­mie­tet, an­de­re Räu­me ste­hen leer.

Die Stadt­ver­wal­tung nutzt be­reits Bü­ros im Spar­kas­sen­ge­bäu­de für die Käm­me­rei. Man brau­che wei­te­re Räu­me, er­läu­ter­te der Bau­amts­lei­ter, vor al­lem im Be­reich des künf­ti­gen Da­ten­ma­nage­ments und des Ar­chivs. Er führ­te die Aus­schuss­mit­glie­der in den Kel­ler, wo es für die­se Auf­ga­ben bes­te Be­din­gun­gen ge­be. Dort be­fin­den sich auch 38 Pkw-Stell­plät­ze. Die Run­de zeig­te sich er­staunt über die Grö­ße der Tief­ga­ra­ge und auch ins­ge­samt über die Mög­lich­kei­ten des Ge­bäu­des. Den Kauf­preis ent­rich­tet die Stadt üb­ri­gens in drei Jah­res­schei­ben, er­klär­te der Bau­amts­lei­ter.

Mo­der­ne IT-Tech­nik soll bis ins Ober­ge­schoss in­stal­liert wer­den

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