Torn­da­dos und Wol­ken

Wie gro­ße Feu­er ihr ei­ge­nes Wetter ma­chen

Märkische Oderzeitung Strausberg - - Meinungen Und Hintergrund -

Wol­ken selbst. So­ge­nann­te Py­ro­cu­mu­lus Wol­ken aus Asche und Rauch. Sie ent­ste­hen, in­dem über hei­ßem Bo­den er­wärm­te Luft schnell auf­steigt. Im bes­ten Fall fällt aus so ei­ner Wol­ke Re­gen. Im schlech­tes­ten Fall bil­den sich elek­tro­sta­ti­sche Ent­la­dun­gen – Blit­ze. Die ih­rer­seits wie­der­um Feu­er ent­fa­chen könn­ten. Ein Teu­fels­kreis – doch der Mensch kann was draus ler­nen. Die Un­ter­su­chun­gen von Ja­nice Co­en ha­ben zum Bei­spiel er­ge­ben, dass Bü­sche an Hän­gen, das ra­sche Aus­brei­ten der Flam­men be­son­ders vor­an­trei­ben. Wenn Kom­mu­nen al­so vor­sorg­lich Un­ter­holz ro­den, meint Co­en, ist es güns­ti­ger, knap­pe Ka­pa­zi­tä­ten auf Hän­ge zu kon­zen­trie­ren, Apro­pos Re­ak­ti­on: Die gab es auch auf den ge­platz­ten Rei­fen. Im In­ter­net. Es hat­te sich her­um­get­wit­tert, dass das Fahr­zeug ei­nem Paar aus der Ge­gend ge­hör­te. Doch auf Face­book und Twit­ter er­hob sich kein Shits­torm, son­dern ei­ne Wel­le des Mit­ge­fühls. Sie soll­ten sich nicht schul­dig füh­len, trös­te­ten Frem­de. Ei­ne Rei­fen­pan­ne kön­ne je­dem pas­sie­ren, al­le Ta­ge und über­all. Im Fun­ken­re­gen: Ein Feu­er­wehr­mann beim Ein­satz in ei­nem Na­tio­nal­park in Ka­li­for­ni­en. Ver­hee­ren­de Brän­de ver­wüs­te­ten ein Ge­biet fast so groß wie Ber­lin.

Fo­to: dpa/Noah Ber­ger

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