Azu­bi des Mo­nats Mai ge­kürt

Hand­werks­kam­mer Pots­dam zeich­net Mi­chel­le Rad­ke vom Fri­seur­sa­lon „Il Fri­seu­re“in Lö­wen­berg als Azu­bi des Mo­nats Mai aus

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Lö­wen­berg. Mi­chel­le Rad­ke aus Lin­de, die im Sa­lon „Il Fri­seu­re“in Lö­wen­berg das Fri­seur­hand­werk er­lernt, wur­de von der Hand­werks­kam­mer Pots­dam zum Azu­bi des Mo­nats Mai ge­kürt. Sie ist 18 Jah­re jung, be­fin­det sich im zwei­ten Lehr­jahr und hat nach ei­ge­nen An­ga­ben ih­ren Traum­be­ruf ge­fun­den.

Be­reits seit Jah­ren zeich­net die Hand­werks­kam­mer Pots­dam den Azu­bi des Mo­nats aus. „Da­mit wol­len wir ei­ner­seits die­je­ni­gen eh­ren, die sich durch gu­te und sehr gu­te No­ten so­wohl in der Theo­rie als auch in der Pra­xis aus­zeich­nen, die aber auch über die Ar­beit hin­aus noch ak­tiv sind, ob in ei­nem Sport­ver­ein oder in ei­nem Eh­ren­amt. An­de­rer­seits soll die Aus­zeich­nung sehr wohl ein Si­gnal an die Ju­gend­li­chen sein, dass das Hand­werk ge­braucht und ge­schätzt wird und je­dem ei­ne Zu­kunft bie­ten kann“, er­klärt Ralph Büh­rig als Haupt­ge­schäfts­füh­rer das En­ga­ge­ment der Hand­werks­kam­mer.

Im Mai konn­te sich Mi­chel­le Rad­ke aus Lin­de, die im Lö­wen­ber­ger Sa­lon „Il Fri­seu­re“von Ina Lud­wig das Fri­seur­hand­werk er­lernt, den Ti­tel si­chern.

„Was vor al­lem für die 18-Jäh­ri­ge und ih­re Ar­beit spricht? Sie hat sich in­zwi­schen ei­nen ei­ge­nen Kun­den­stamm er­ar­bei­tet“, be­rich­tet ih­re Che­fin nicht oh­ne Stolz. „Es gibt Kun­den, die bei der On­li­ne-Bu­chung Mi­chel­le di­rekt an­for­dern. Das macht nie­mand, der mit ih­rer Ar­beit nicht zu­frie­den ist“, so ihr Fa­zit. Des­halb hat Ina Lud­wig ih­re Aus­zu­bil­den­de auch bei der Hand­werks­kam­mer für die Aus­zeich­nung vor­ge­schla­gen. „Mi­chel­le ist auf­ge­schlos­sen und wiss­be­gie­rig. Sie hat ei­ne schnel­le Auf­fas­sungs­ga­be und setzt das, was ihr ge­zeigt wird, prompt um. Die Kun­den mö­gen sie und vor al­lem ih­re Kopf­mas­sa­gen. Ih­re Hän­de schei­nen da­für ge­ni­al ge­eig­net. In der Schu­le glänzt sie mit tol­len Leis­tun­gen“, hat Ina Lud­wig ih­re Lo­bes­lis­te noch im­mer nicht ab­ge­ar­bei­tet.

Tat­säch­lich ist das Fri­seur­hand­werk für Mi­chel­le Rad­ke ein Traum­be­ruf. Schon als Kind ha­be sie ih­re Bar­bie-Pup­pen nicht nur fri­siert, son­dern de­ren Haa­re auch ge­färbt und so­gar ge­schnit­ten, was durch­aus nicht op­ti­mal ge­we­sen sei, wie sie mit ei­nem Lä­cheln be­rich­tet. Um ih­ren Traum zu ver­wirk­li­chen, ha­be sie dann ih­re Be­wer­bungs­map­pe ge­nom­men und sich ein­fach im Sa­lon bei Ina Lud­wig per­sön­lich vor­ge­stellt.

Das wie­der­um hat ih­rer Che­fin ge­fal­len. „Pa­pier ist ge­dul­dig und kann das per­sön­li­che Ge­spräch nicht er­set­zen“, stellt sie klar. Im Ge­spräch sei so­fort zu er­ken­nen, ob der Ju­gend­li­che tat­säch­lich an ei­ner Aus­bil­dung In­ter­es­se ha­be und vor al­lem, ob auch die Che­mie stim­me und der Be­wer­ber in das Team pas­se, er­klärt Ina Lud­wig wei­ter.

Wie ge­sagt, bei ihr und Mi­chel­le Rad­ke war das der Fall, und des­halb wun­dert es auch nicht, dass bei­de dar­an in­ter­es­siert sind, die Zu­sam­men­ar­beit nach Ab­schluss der Leh­re fort­zu­set­zen. (veb)

Fo­to: Volk­mar Ernst

Gra­tu­la­ti­on: Für Mi­chel­le Rad­ke (Mit­te) gab es von Ralph Büh­rig von der Hand­werks­kam­mer Pots­dam ei­ne Ur­kun­de, ein T-Shirt und ei­ne Ta­sche. Für ih­re Che­fin gab es au­ßer­dem Blu­men.

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