Un­nö­ti­ge Feh­de nach Be­schluss zum Brau­haus

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Ora­ni­en­burg. In sel­te­ner Ein­stim­mig­keit be­schloss der Kreis­tag Ober­ha­vel am Mitt­woch, der „Bür­ger­stif­tung Kul­tur­er­be Him­mel­pfort“90 000 Eu­ro zu über­wei­sen. Mit die­ser Fi­nanz­sprit­ze kön­nen jetzt För­der­mit­tel in Hö­he von 183 000 Eu­ro für den Er­halt des al­ten Brau­hau­ses be­an­tragt wer­den. Die Stif­tung selbst schießt 40 000 Eu­ro Ei­gen­mit­tel hin­zu. Die ge­schlos­se­ne Zu­stim­mung zu Him­mel­pforts his­to­ri­schem Brau­haus lös­te im Nach­klang je­doch ei­ne hef­ti­ge und völ­lig un­nö­ti­ge Feh­de zwi­schen dem SPD-Ab­ge­ord­ne­ten Uwe Klein und dem Kreis­tags­prä­si­den­ten Kars­ten-Pe­ter Schrö­der (eben­falls SPD) aus. (bu)

Es muss ir­gend­ein Reiz­wort ge­we­sen sein, das beim Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ten Uwe Klein (SPD) am Mitt­woch im Kreis­tag die Si­che­run­gen durch­bren­nen ließ. Wel­ches ist un­klar, denn nie­mand sonst im Saal schien es ge­hört zu ha­ben. Klein reg­te sich über El­ke Bär (Lin­ke) auf. Die­se hat­te sich ge­freut, dass der Kreis­tag für den Er­halt des al­ten Him­mel­pfor­ter Brau­hau­ses ei­ne stol­ze Sum­me spen­dier­te. Bär merk­te auf ih­re Art amü­sant an, dass sie es toll fin­den wür­de, wenn der Kreis­tag auch an an­de­rer Stel­le – zum Bei­spiel fürs Frau­en­haus – eben­so ge­ne­rös in die Kas­se grei­fen wür­de. Al­le ver­stan­den den freund­lich ge­sinn­ten Ein­wurf der lin­ken Front­frau – bis auf Klein. Der schwang den gro­ßen Moral­ham­mer und schlug da­mit auf die Lin­ke ein. So sehr, dass der Kreis­tags­vor­sit­zen­de ein­griff und sich im Na­men sei­ner SPD-Frak­ti­on ent­schul­dig­te. Völ­lig kopf­los ver­lang­te Par­tei­kol­le­ge Klein, dass Kars­ten Pe­ter Schrö­der für die­sen Af­front durch den Kreis­tag ge­rügt wer­de. Der An­trag be­kam zu­recht nur ei­ne Stim­me.

Burk­hard Kee­ve

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