Ko­ope­ra­ti­on für Woh­nungs­bau be­schlos­sen

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - Region Im Blick -

Mit gro­ßer Mehr­heit ist die ers­te Ko­ope­ra­ti­on für ei­ne ge­mein­sa­me Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft zwi­schen dem Land­kreis und ei­ner Kom­mu­ne Ober­ha­vels am Mitt­woch von den Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ten auf den Weg ge­bracht wor­den. Nur der FDP-Ab­ge­ord­ne­te Chris­ti­an Er­hardt-Ma­cie­je­w­ski stimm­te ge­gen den Ver­trag mit Ho­hen Neu­en­dorf, „weil kei­ne Markt­ana­ly­se“zur Wohn­si­tua­ti­on vor­ge­le­gen ha­be. Im Fo­kus der nun be­gin­nen­den Bau­pla­nun­gen steht be­zahl­ba­rer Wohn­raum für „wirt­schaft­lich schwä­cher ge­stell­te Men­schen, jun­ge Er­wach­se­ne, Rent­ner und al­lein Er­zie­hen­de“wie es im Be­schluss heißt. Heu­te noch un­klar ist, wie hoch die Mie­ten sein wer­den. Land­rat Lud­ger Wes­kamp (SPD) leg­te sich so weit fest, dass sie wie zum Bei­spiel in Lehnitz „un­ter dem Markt­preis“lie­gen wer­den.

Mie­ten sol­len un­ter Markt­preis lie­gen

Ziel sei nicht der ma­xi­ma­le Ge­winn wie in der Pri­vat­wirt­schaft, so Wes­kamp. Der Kreis pla­ne auf lan­ge Sicht und rech­ne erst in 25 bis 30 Jah­ren mit ei­ner „schwar­zen Null“bei sei­nen Woh­nungs­bau­in­ves­ti­tio­nen. Grü­ne und Lin­ke mahn­ten an, nicht nur be­zahl­ba­ren, son­dern so­zi­al­ver­träg­li­chen Wohn­raum zu schaf­fen und die Aus­ge­stal­tung „nicht der Ver­wal­tung zu über­las­sen“, son­dern den So­zi­al­aus­schuss da­mit ein­zu­bin­den.

Land­rat Lud­ger Wes­kamp zurr­te am Mitt­woch noch ein­mal die Schul­po­li­tik des Land­krei­ses fest. Statt neue Schu­len auf dem Land, wie sie zum Bei­spiel von El­tern in Böt­zow ge­for­dert wird, zu bau­en, „wer­den die Ka­pa­zi­tä­ten an be­ste­hen­den Schu­len er­wei­tert“, so Wes­kamp, um die stei­gen­den Schü­ler­zah­len der nächs­ten Jah­re auf­zu­fan­gen.

Kei­ne neue Schu­le auf dem Land

So wird zum Bei­spiel die Tor­horst­schu­le in Ora­ni­en­burg gera­de für 17 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­baut, au­ßer­dem soll fürs Schul­jahr 2020/2021 in Lehnitz ei­ne drei­zü­gi­ge Ober­schu­le ein­ge­rich­tet wer­den. Der­zeit wer­den dort die Gym­na­si­as­ten der Tor­horst­schu­le un­ter­rich­tet, die we­gen der Bau­ar­bei­tern ih­re Ein­rich­tung in Ora­ni­en­burg ver­las­sen muss­ten. Der Ab­ge­ord­ne­te Andre­as Wiers­ma (Grü­ne) woll­te vom Land­rat wis­sen, wie er mit den zu er­war­ten­den Zu­zü­gen rund um Ober­krä­mer um­ge­hen wer­de und wo die­se Kin­der dann zur Schu­le ge­hen sol­len. Nie­mand kön­ne vor­her­sa­gen, wie vie­le Men­schen und schul­pflich­ti­ge Kin­der in den kom­men­den Jah­ren in die Re­gi­on zu­zie­hen wer­den, ent­geg­ne­te Wes­kamp. Zu­wachs wer­de es zwar si­cher ge­ben, doch da­für set­ze der Kreis eben auf „ein fle­xi­bles Sys­tem“bei die Zü­gig­keit an be­ste­hen­den Schu­len, die bei Be­darf an­ge­passt wer­den kön­ne. (bu)

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