End­spurt für ein gu­tes Zeug­nis

Tipps zum bes­se­ren Ler­nen

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - Rat & Tat -

Das Schul­jahr ist auf der Ziel­ge­ra­den. Für vie­le Schü­ler be­ginnt in die­sen Ta­gen der Zeug­nis-End­spurt. Ge­packt vom Ehr­geiz, die ei­ge­nen Leis­tun­gen zu ver­bes­sern und die letz­ten Klas­sen­ar­bei­ten mit Bra­vour zu be­ste­hen, wird or­dent­lich ge­paukt. Doch nur sel­ten ver­hilft stun­den­lan­ges Ler­nen zum ge­wünsch­ten Er­folg. Die fol­gen­den Tipps un­ter­stüt­zen Schü­ler auf dem Weg zu bes­se­ren No­ten.

Der rich­ti­ge Lern­zeit­raum

Das A und O für ei­nen Lern­er­folg sind ein wa­cher Kopf und ein aus­ge­schla­fe­nes Ge­hirn. Da­bei emp­feh­len Ex­per­ten 10,5 St­un­den Schlaf für Kin­der im Al­ter zwi­schen zehn und elf Jah­ren, zwi­schen 14 und 16 Jah­ren sind es neun St­un­den. Aus­ge­schla­fen und en­er­gie­ge­la­den gilt es im nächs­ten Schritt, den idea­len Lern­zeit­raum her­aus­zu­fin­den. Wäh­rend das Kon­zen­tra­ti­ons­hoch bei den meis­ten Schü­le­rin­nen und Schü­lern näm­lich et­wa zwi­schen 10 und 11 Uhr liegt, wer­den an­de­re erst in den Abend­stun­den rich­tig pro­duk­tiv. Wer sei­nen für sich op­ti­ma­len Lern­zeit­raum ge­fun­den hat, soll­te auf kur­ze Lern­in­ter­val­le ach­ten. So wer­den wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen zu­fol­ge die bes­ten Lern­er­geb­nis­se er­zielt. Ex­per­ten emp­feh­len ein kur­zes, kon­zen­trier­tes Ar­bei­ten in Zeit­blö­cken von zir­ca zwölf Mi­nu­ten – mit re­gel­mä­ßi­gen Pau­sen.

Zie­le set­zen

Struk­tu­rier­tes Ar­bei­ten will ge­lernt sein, was man­chen Schul­kin­dern leich­ter, an­de­ren wie­der­um schwe­rer fällt. Si­cher ist je­doch, dass das Ge­dächt­nis Lern­stoff um­so bes­ser und lang­fris­ti­ger spei­chern kann, je struk­tu­rier­ter das neue Wis­sen zu­vor auf­be­rei­tet wur­de. Ob vom ers­ten zum letz­ten Schritt oder vom ein­fachs­ten zum schwers­ten Punkt – die Me­tho­den, den Lern­stoff struk­tu­riert auf­zu­be­rei­ten, sind viel­fäl­tig. Da­mit es Kin­dern leich­ter fällt, mög­lichst ef­fi­zi­ent zu Hau­se zu ler­nen, emp­fiehlt Le­arnat­tack fol­gen­de Lern­stra­te­gi­en: Be­vor es ans Pau­ken geht, kön­nen sich Kin­der im Selbst­un­ter­richt die ein­zel­nen Schrit­te ei­ner Her­an­ge­hens­wei­se über­le­gen, um ei­nem un­nö­ti­gen Ver­hed­dern in De­tails vor­zu­beu­gen. Im Rah­men der Selbst­be­wer­tung er­stel­len Schü­ler ei­ne selbst­ge­fer­tig­te Lis­te von Kri­te­ri­en für das Ler­nen und ha­ken die­se nach der je­wei­li­gen Ler­nein­heit ab. Zu­dem kön­nen die Ler­nen­den ei­ne selbst fest­ge­leg­te Be­loh­nung aus­wäh­len, zum Bei­spiel ei­ne be­son­ders an­ge­neh­me Tä­tig­keit für die Zeit nach dem Ler­nen.

Kei­ne Scheu vor Nach­fra­gen

Fra­gen die­nen nicht nur da­zu, Un­klar­hei­ten zu klä­ren, son­dern auch das ei­ge­ne Ver­ständ­nis zu über­prü­fen. Wenn es ir­gend­wo hakt oder Auf­ga­ben nicht al­lein zu lö­sen sind, soll­ten Kin­der wie auch El­tern kei­ne Scheu ha­ben, Rat und Hil­fe bei „Ex­per­ten“zu su­chen – egal, ob bei Mit­ler­nern, Ge­schwis­tern, El­tern oder Leh­rern. (OGA)

Fo­to: Zu­cker Kom­mu­ni­ka­ti­on

Auf die Zeit ach­ten: Zum op­ti­ma­len Ler­nen soll­ten kur­ze In­ter­val­le­mit Pau­sen ge­nutzt wer­den.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.