Straf­be­fehl ge­gen Krau­se

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - Brandenburg -

Pots­dam.

Das Pots­da­mer Amts­ge­richt hat ei­nen Straf­be­fehl ge­gen den frü­he­ren Bran­den­bur­ger Lin­ken-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Tors­ten Krau­se we­gen Be­trugs mit Steu­er­gel­dern er­las­sen. Der Straf­be­fehl lau­te auf zehn Mo­na­te Frei­heits­stra­fe zur Be­wäh­rung, sag­te Ge­richts­spre­cher Oli­ver Kramm am Don­ners­tag. Zu­dem ha­be das Ge­richt die Ein­zie­hung von knapp 72 000 Eu­ro an­ge­ord­net, die sich der Bü­ro­lei­ter von So­zi­al­mi­nis­te­rin Dia­na Gol­ze (Lin­ke) von 2005 bis 2012 durch die An­ga­be ei­nes fal­schen Wohn­sit­zes im ucker­mär­ki­schen Ly­chen vom Land­tag an Fahrt­kos­ten er­schli­chen ha­ben soll.

Krau­se kün­dig­te Ein­spruch ge­gen den Straf­be­fehl an. Da­mit kä­me es zu ei­nem Pro­zess. „Zu kei­nem Zeit­punkt woll­te ich mir ei­nen un­ge­recht­fer­tig­ten fi­nan­zi­el­len Vor­teil ver­schaf­fen“, be­ton­te der 36-Jäh­ri­ge. „Ich hof­fe, das Ge­richt von mei­ner Un­schuld über­zeu­gen zu kön­nen.“Gleich­zei­tig er­klär­te Krau­se, sein Ar­beits­ver­hält­nis als Bü­ro­lei­ter von Gol­ze, die auch Lan­des­che­fin der Lin­ken ist, wer­de be­en­det.

Das Mi­nis­te­ri­um und Mi­nis­te­rin Gol­ze woll­ten sich nach An­ga­ben ei­nes Spre­chers nicht zu dem Fall äu­ßern. Viel­mehr ver­wies die Pres­se­stel­le nur auf die Stel­lung­nah­me von Krau­se selbst. (dpa)

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