„Wis­sen, wo der Geg­ner ver­wund­bar ist“

Phil­ipp Ka­dow steht mit Fortu­na Gli­e­ni­cke zum drit­ten Mal in Fol­ge im Fi­na­le / Ge­gen Grün-Weiß Ah­rens­fel­de soll der zwei­te Ti­tel her

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - Lokalsport - Von Con­ra­din Wa­len­Ci­ak

Gli­e­ni­cke. Es ist das Traum­fi­na­le schlecht­hin: Im Kreis­po­kal-End­spiel der Her­ren kommt es zum Ober­ha­vel-Bar­nim-Ver­gleich zwi­schen den bei­den bes­ten Mann­schaf­ten, die die je­wei­li­gen Land­krei­se der­zeit zu bie­ten ha­ben – und die am Kreis­po­kal teil­neh­men durf­ten. Der BSC Fortu­na Gli­e­ni­cke trifft auf den SV Grün-Weiß Ah­rens­fel­de. An­pfiff ist am Sonn­abend um 15 Uhr in Bernau.

Das Du­ell die­ser bei­den Mann­schaf­ten aus der Lan­des­klas­se Nord – Ah­rens­fel­de ist Ta­bel­len­füh­rer, Gli­e­ni­cke liegt auf Rang zwei – gab es in die­ser Sai­son be­reits zwei­mal. In der Hin­run­de feg­ten die Bar­ni­mer die Fortu­na mit 9:1 vom Platz, das Rück­spiel en­de­te dann vor knapp zwei Wo­chen tor­los.

Gera­de we­gen die­ses Ach­tungs­er­folgs ge­gen den über­le­ge­nen Spit­zen­rei­ter sieht Gli­e­ni­ckes Phil­ipp Ka­dow sein Team in kei­nem Fall chan­cen­los. „Na klar, die Ah­rens­fel­der sind schon der Fa­vo­rit. Aber wir wis­sen in­zwi­schen, was der SVA kann, aber auch, wo der Geg­ner ver­wund­bar ist.“Zu­dem – und die­ser Satz darf in kei­nem Ge­spräch über ein Po­kal­spiel feh­len – ha­be eben je­ner Wett­be­werb sei­ne ei­ge­nen Ge­set­ze. „Das hät­ten wir bei­na­he im Halb­fi­na­le in Mil­den­berg selbst zu spü­ren be­kom­men. Da ging es für uns am En­de nur noch dar­um, ir­gend­wie durch­zu­kom­men.“In der Run­de der letz­ten Vier hat­te sich die Fortu­na erst in der Ver­län­ge­rung ge­gen die klas­sen­tie­fe­re SG mit 2:1 durch­ge­setzt.

Der Lohn da­für ist die drit­te Fi­nal-Teil­nah­me für Gli­e­ni­cke in Fol­ge. Auch Ka­dow stand je­weils auf dem Platz,

er­leb­te erst die Nie­der­la­ge ge­gen den TuS Sach­sen­hau­sen II im Elf­me­ter­schie­ßen haut­nah mit, im Jahr dar­auf dann den 2:1-Er­folg über den FC Krem­men. „Als al­te Ha­sen wür­de ich uns in Be­zug auf den Kreis­po­kal aber des­halb nicht be­zeich­nen. Je­des Jahr steht uns ein an­de­res Team ge­gen­über, auf ei­nen an­de­ren Fuß­ball­platz müs­sen wir uns auch ein­stel­len.“

Ent­spann­ter kön­ne man trotz der Fi­nal-Er­fah­run­gen aus den bei­den letz­ten Jah­ren dem­ent­spre­chend im Vor­feld des End­spiels nicht sein. Zwar über­wie­ge der­zeit noch die Vor­freu­de, „doch spä­tes­tens am Sams­tag­vor­mit­tag wird die­se dann zur An­span­nung“, so Ka­dow. „Wenn das Spiel dann an­ge­pfif­fen wird, ist dar­aus dann hof­fent­lich Mo­ti­va­ti­on ge­wor­den.“

Dass die­se Vor­freu­de auch schon sei­ne Team­kol­le­gen er­fasst hat, las­se sich gut an der Trai­nings­be­tei­li­gung und -in­ten­si­tät ab­le­sen, sagt Gli­e­ni­ckes Ab­wehr­spie­ler. „Man merkt schon, dass mehr Spie­ler da­bei sind als sonst“, so Ka­dow. Die­se wür­den sich or­dent­lich rein­hau­en und ihr Bes­tes ge­ben. „Schließ­lich will es je­der in den fi­na­len 18-Mann-Ka­der schaf­fen.“

Egal, wer es letzt­lich ins Auf­ge­bot schafft, mo­ti­viert dürf­te je­der Gli­e­ni­cker sein, die Ah­rens­fel­der zu be­sie­gen. „Die An­spra­che vor dem Spiel dürf­te un­se­rem Trai­ner si­cher­lich recht leicht fal­len“, ist sich des­halb Phil­ipp Ka­dow si­cher. „Ich glau­be näm­lich nicht, dass ei­ner von uns noch Ex­tra­mo­ti­va­ti­on brau­chen wird.“Nach­dem der SVA in der Lan­des­klas­se sei­ne Ta­bel­len­füh­rung im­mer wei­ter aus­bau­te, rück­te das Po­kal­fi­na­le näm­lich oh­ne­hin im­mer mehr in den Fo­kus der Fortu­na-Spie­ler. „Wir wer­den al­les da­für tun, un­se­ren Po­kaltri­umph zu wie­der­ho­len“, sagt Ka­dow. „Ei­ne Ti­tel­ver­tei­di­gung wä­re schon phä­no­me­nal.“

Dass die­se dann mit­un­ter auf Bar­ni­mer Bo­den ge­fei­ert wer­den wür­de – die End­spie­le der Män­ner und Frau­en fin­den die­ses Jahr erst­mals seit der Kreis­fu­si­on im Bar­nim und nicht in Ober­ha­vel statt – stört Phil­ipp Ka­dow nicht im Ge­rings­ten. „Das macht für mich kei­nen Un­ter­schied“, sagt er da­zu. „Die Haupt­sa­che ist, dass wir auf ei­nem gu­ten Platz spie­len und wir am En­de die Tro­phäe in den Hän­den hal­ten.“

„Der­zeit über­wiegt die Vor­freu­de. Die wird zur An­span­nung und dann zu Mo­ti­va­ti­on.“

Phil­ipp Ka­dow

Fo­to: Kars­ten Schir­mer

Span­nen­des Du­ell: Phil­ipp Ka­dow (in Gelb) trifft mit sei­nen Team­kol­le­gen zum drit­ten Mal in die­ser Sai­son auf Ah­rens­fel­de (in Grün). Im Rück­run­den­du­ell in der Lan­des­klas­se Nord trenn­ten sich bei­de Mann­schaf­ten tor­los.

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