Erd­bee­ren auf Au­gen­hö­he

In ei­ner Wo­che star­tet die Selbst­ern­te-Sai­son bei Schwan­te­land

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - Vorderseite - Fo­to: Mar­co Wink­ler

Frü­her als er­war­tet be­ginnt kom­men­den Frei­tag die Selbst­ern­te-Sai­son bei Schwan­te­land Gar­ten­bau auf ei­nem Feld na­he Eich­städt. Das gu­te Wet­ter der vo­ri­gen Wo­chen ließ die Erd­bee­ren or­dent­lich ge­dei­hen. Auf Au­gen­hö­he an­ge­brach­te und über­dach­te Stel­la­gen schüt­zen die Früch­te zu­dem vor even­tu­el­lem Nie­der­schlag. Der Stark­re­gen im vo­ri­gen Jahr sorg­te für ei­ne we­nig er­trag­rei­che Ern­te. Für 2018 er­hofft sich auch Ver­kaufs­stand­lei­te­rin Ma­ri­na Pos­trach kon­stan­tes Wet­ter: nicht zu heiß, mög­lichst kein star­ker Re­gen.

Wird 2018 ein gu­tes Erd­beer­jahr? Ma­ri­na Pos­trach will es nicht be­schrei­en, schließ­lich star­te­te auch 2017 un­ter bes­ten Vor­aus­set­zun­gen – dann kam der gro­ße Re­gen. „Mo­men­tan sieht es sehr gut aus“, so die Ver­ant­wort­li­che für den Selbst­ern­te-Ver­kauf bei der Gar­ten­bauToch­ter von Schwan­te­land. Kom­men­den Frei­tag, 25. Mai, star­tet zwi­schen Eich­städt und Wolfs­la­ke die Selbst­pflück­sai­son.

„Erd­bee­ren sind emp­find­lich, bei Re­gen lässt die Qua­li­tät nach“, so Ma­ri­na Pos­trach bei ei­nem Gang über die An­la­ge. Des­halb wach­sen die Früch­te un­ter an­de­rem in über­dach­ten Stel­la­gen. Zwei­ter Vor­teil: Da sie ein paar Me­ter über dem Bo­den ih­re Frucht bil­den, muss sich beim Pflü­cken der ro­ten Vit­amin-CBom­ben nie­mand bü­cken. „Wir ha­ben die Pflan­zen in In­ter­val­len ge­pflanzt, um bis Sep­tem­ber Erd­bee­ren an­bie­ten zu kön­nen.“

Seit 1962 ist die Fir­ma vor al­lem für ih­re Chi­co­rée­pro­duk­ti­on be­kannt. Be­liebt ist aber eben­falls das 1,7 Hekt­ar gro­ße Erd­beer­feld. Sechs Sor­ten wach­sen hier, von der sü­ßen Lam­ba­da bis zur für Mar­me­la­den ge­eig­ne­ten Ko­ro­na. „Un­se­re Be­su­cher wis­sen ganz ge­nau, wel­che Sor­te sie wo­für wol­len“, sagt die Vel­te­ne­rin, als sie Rich­tung Au­to­bahn blickt. „Da ste­hen un­se­re Äp­fel. Und es gibt noch wei­te­re Fel­der für die Erd­bee­ren, die al­le ein bis zwei Jah­re wan­dern.“

Ne­ben der Selbst­ern­te wird bei Schwan­te­land auf sechs Hekt­ar Land zu­dem für den Han­del pro­du­ziert: Ede­ka, Rewe, Lidl. In Schwan­te, Lee­ge­bruch, Vel­ten, Krem­men und Bir­ken­wer­der wer­den Erd­bee­ren aus Ober­krä­mer ver­kauft. Neu in die­sem Jahr wird ein ei­ge­ner Ver­kaufs­stand sein. „Er soll aus Eich­städt kom­mend am Orts­ein­gang von Veh­lefanz ste­hen.“

Doch nicht nur Erd­bee­ren kön­nen ab dem 25. Mai selbst ge­ern­tet wer­den. Ein we­nig spä­ter, Mit­te Ju­ni, kom­men wei­ße, ro­te und schwar­ze Jo­han­nis­bee­ren hin­zu, an­schlie­ßend noch Hei­del­bee­ren und Him­bee­ren. „Vor al­lem die schwar­zen Jo­han­nis­bee­ren wa­ren im vo­ri­gen Jahr sehr be­liebt. Doch so vie­le hat­ten wir noch nicht. Erst in die­sem Jahr tra­gen sie rich­tig.“

Eben­falls im An­ge­bot: Sa­la­te, Kräu­ter, Ra­dies­chen. Es gibt drei Ge­wächs­häu­ser mit zwölf To­ma­ten­sor­ten, zwei Gur­ken-Häu­ser, je­weils ei­nes mit Pa­pri­ka und Boh­nen. Auf dem Feld wach­sen Weiß- und Rot­kohl so­wie vier Sor­ten Blu­men­kohl: weiß, gelb, grün, li­la. Der gel­be gilt als mild und but­t­rig, der li­la-far­be­ne zeich­net sich durch ei­nen kräf­ti­gen Ge­schmack aus. „Ich muss Be­su­chern manch­mal noch er­klä­ren, dass die Far­be echt ist und wir den Blu­men­kohl nicht ex­tra ein­fär­ben.“

Fo­to: Mar­co Wink­ler

Sü­ße Pracht: Na­schen auf dem Erd­beer-Feld sei er­laubt, soll­te aber nicht über­trie­ben wer­den, so Ma­ri­na Pos­trach.

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