120. Ge­burts­tag der Feu­er­wehr

Frei­wil­li­ge Wehr Ho­hen Neu­en­dorf be­geht Ju­bi­lä­um mit Um­zug und Tag der of­fe­nen De­pot­tür

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - VORDERSEITE - Von Hei­ke Weiß­ap­fel

Ho­hen Neu­en­dorf. Mit ei­nem Um­zug und ei­nem Tag der of­fe­nen De­pot­tür fei­ert die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Ho­hen Neu­en­dorf am 23. Ju­ni ihr 120-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Da­zu wer­den auch vie­le Feu­er­wehr­leu­te und ih­re Fahr­zeu­ge von be­freun­de­ten Weh­ren aus dem Kreis und aus Ber­lin er­war­tet.

Ho­hen Neu­en­dorf. Mit ei­nem Tag der of­fe­nen Tür be­geht die Feu­er­wehr Ho­hen Neu­en­dorf am 23. Ju­ni ih­ren 120. Ge­burts­tag. Von 10 bis 16 Uhr wird am De­pot an der Wald­stra­ße ge­fei­ert. „Es wird dies­mal al­les grö­ßer, schö­ner, wei­ter“, pro­phe­zeit Mar­co Beer­baum mit ei­nem Lä­cheln.

Der Grup­pen­füh­rer und Schrift­füh­rer der Ho­hen Neu­en­dor­fer Feu­er­wehr hat den Tag der of­fe­nen Tür, der am Sonn­abend, 23. Ju­ni, am De­pot an der Wald­stra­ße statt­fin­det, ge­plant und or­ga­ni­siert.

Das ganz ge­naue Datum der Grün­dung steht nicht fest. Aber das Jahr ist 1898, und so gilt es, den 120. Ge­burts­tag der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr zu fei­ern. Da­her fällt der Tag der of­fe­nen De­pot­tü­ren viel­fäl­ti­ger aus als sonst, „ein rie­sen­gro­ßer Tag“, wie Mar­co Beer­baum sagt. Der Auf­takt wird um 10 Uhr mit ei­nem Um­zug der Fahr­zeu­ge voll­zo­gen. An­ge­führt wird er tra­di­ti­ons­ge­mäß vom Mu­sik­zug. In die Rei­he der Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge rei­hen sich nicht nur Ho­hen Neu­en­dorf, Borgs­dorf und Berg­fel­de ein, son­dern auch die be­freun­de­ten Nach­bar­weh­ren aus Ora­ni­en­burg, Gli­e­ni­cke, Vel­ten, Lee­ge­bruch, Müh­len­be­cker Land, Ber­lin-Froh­nau, Vel­ten und Wall.

Der Zug führt von der Wald­stra­ße im Kar­ree Rich­tung Wil­helm-Külz-Stra­ße, Schön­flie­ßer Stra­ße und Ora­ni­en­bur­ger Stra­ße und zu­rück zum De­pot. Zug­füh­re­rin Ni­co­le Jä­ni­cke und Mar­co Beer­baum rech­nen mit ei­ner Dau­er von ei­ner gu­ten hal­ben St­un­de und hof­fen, dass vie­le Leu­te vom Stra­ßen­rand aus den Zug an­schau­en wer­den.

Et­wa für 10.30 Uhr ist die of­fi­zi­el­le Er­öff­nung ge­plant. Kreis­brand­meis­ter Stef­fen Ma­lu­cha und der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Lan­des­feu­er­wehr­ver­ban­des, Frank Kliem, wer­den da­bei sein, eben­so Bür­ger­meis­ter Stef­fen Apelt oder sein Stell­ver­tre­ter Alex­an­der Tön­nies so­wie die Stadt­wehr­füh­rung. Zum of­fi­zi­el­len Pro­gramm zählt die fei­er­li­che Auf­nah­me von vier neu­en ak­ti­ven Feu­er­wehr­leu­ten, von de­nen zwei da­zu­kom­men und zwei wei­te­re aus der Ju­gend­wehr in den ak­ti­ven Di­enst über­tre­ten.

Be­su­cher kön­nen sich auf ver­schie­de­ne Vor­füh­run­gen, bei­spiels­wei­se das Auf­schnei­den ei­nes Au­tos, freu­en. Kin­der ha­ben die Ge­le­gen­heit, die Sprit­zen aus­zu­pro­bie­ren und die Tech­nik zu be­stau­nen. Ei­ni­ge „Zi­vi­lis­ten“, kön­nen auch wie­der „mit­ma­chen“und am ei­ge­nen Leib fest­stel­len, wie schwer sich bei­spiels­wei­se ei­ne Uni­form an­fühlt und was es al­les zu be­ach­ten gibt. Kin­der kön­nen auf der Hüpf­burg to­ben, ein Spiel­mo­bil ist vor Ort, und na­tür­lich muss nie­mand hun­gern.

„Wir zäh­len noch zu den glück­li­chen Weh­ren, die die Ta­ges­be­reit­schaft ab­si­chern kön­nen“, sagt Mar­co Beer­baum. Den­noch sind neue Mit­glie­der na­tür­lich im­mer ger­ne ge­se­hen, und ent­spre­chend set­zen die Ho­hen Neu­en­dor­fer auf Wer­bung. Nicht zu­letzt die jüngst ge­grün­de­te Kin­der­feu­er­wehr soll da­zu bei­tra­gen, Nach­wuchs zu ge­ne­rie­ren. 18 klei­ne Jun­gen und Mäd­chen aus al­len Stadt­tei­len ler­nen auf spie­le­ri­sche Art und Wei­se, was die Ar­beit der Gro­ßen aus­macht. Im­mer wie­der ma­chen die ak­ti­ven Ka­me­ra­den dar­auf auf­merk­sam, dass ih­re Frei­zeit für ein so wich­ti­ges wie er­fül­len­des Hob­by drauf­geht. Mar­co Beer­baum und Ni­co­le Jä- ni­cke sind sich ei­nig: „Wir sind ein Su­per­team, das mit sei­nen viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben wächst. Es ist ein gu­tes Ge­fühl, wenn man an­de­ren hel­fen kann.“Des­halb kön­nen sie die Mit­ar­beit in der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr nicht nur dem Nach­wuchs, son­dern auch Quer­ein­stei­gern emp­feh­len.

Ni­co­le Jä­ni­cke ist die ers­te Zug­füh­re­rin, die die Stadt je hat­te. All­mäh­lich sei­en Frau­en in der ak­ti­ven Feu­er­wehr auch nach au­ßen hin ak­zep­tiert. Für sie selbst war es wohl ein fol­ge­rich­ti­ger Schritt: Die 38-Jäh­ri­ge stammt aus ei­ner Feu­er­wehr-Dy­nas­tie. Va­ter, Tan­te und On­kel wa­ren da­bei, und seit 28 Jah­ren ist sie es selbst. Seit Ju­gend­wehr und Trupp­mann­aus­bil­dung hat Ni­co­le Jä­ni­cke an vie­len Wei­ter­bil­dun­gen teil­ge­nom­men, im­mer ne­ben der Ar­beit als Pra­xis­ma­na­ge­rin in ei­ner Span­dau­er Zahn­arzt­pra­xis.

Manch­mal müs­sen nach dem Ein­satz De­fi­zi­te be­spro­chen wer­den, und es sei nicht im­mer mög­lich, es al­len 47 Feu­er­wehr­leu­ten recht zu ma­chen, sagt die Zug­füh­re­rin über ih­re Auf­ga­ben. Aber da­mit kom­me sie schon klar. Letzt­lich ha­ben sie al­le eins ge­mein­sam: Sie bren­nen für ih­re Feu­er­wehr.

Fo­to: Hei­ke Weiß­ap­fel

Sie ha­ben den Hut fürs Fest auf: Grup­pen­füh­rer und Or­ga­ni­sa­tor Mar­co Beer­baum und Zug­füh­re­rin Ni­co­le Jä­ni­cke. Sie ver­spre­chen ei­nen „rie­sen­gro­ßen Tag“mit of­fe­nen De­pot­tü­ren.

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