Nabu kri­ti­siert Wolfs­be­schlüs­se

Na­tur­schüt­zer spre­chen von „Phan­tom­dis­kus­si­on“

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - VORDERSEITE -

Gran­see. In den Ge­mein­den des Am­tes ste­hen der­zeit An­trä­ge auf den Ta­ges­ord­nun­gen, wo­nach das Land auf­ge­for­dert wer­den soll, sein Ge­biet im Wolfs­ma­nage­ment­plan als nicht für die Be­sie­de­lung durch den Wolf ge­eig­net aus­zu­wei­sen. Fer­ner soll es sich da­für ein­set­zen, den Schutz des Wol­fes zu lo­ckern und ihn ins Jagd­recht auf­zu­neh­men.

Beim Re­gio­nal­ver­band Gran­see des Na­tur­schutz­bun­des Deutsch­land (Nabu) stößt dies auf Ab­leh­nung, wie der Vor­sit­zen­de Tom Kir­schey am Don­ners­tag mit­teil­te. Nicht zu­letzt sei dies ei­ne Fra­ge der Zu­stän­dig­kei­ten. Ne­ben den Ge­mein- de­ver­tre­tern wer­de auch die Bran­den­bur­gi­sche Wolfs­ver­ord­nung be­müht. Fer­ner be­inhal­te die Be­grün­dung For­de­run­gen, die eu­ro­päi­sches Na­tur­schut­zund deut­sches Jagd­recht be­rühr­ten. For­de­run­gen, dass auf EUEbe­ne et­was ge­än­dert wer­den sol­le, stün­den aber nicht in der Kom­mu­nal­ver­fas­sung.

Der Wolf be­tref­fe zu­dem kei­nen Men­schen di­rekt und Nutz­tie­re in Ein­zel­fäl­len. Das Gan­ze sei ei­ne „Phan­tom­dis­kus­si­on“. Sinn­vol­ler sei es wo­mög­lich, wenn sich die Or­te zu „fuß­pilz­frei­en Ge­mein­den“er­klä­ren, das be­tref­fe rein sta­tis­tisch zwölf Pro­zent der Be­völ­ke­rung, füg­te Kir­schey po­le­misch hin­zu.(mhe)

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