Eh­ren­amt­lich im Di­ens­te ih­rer Stadt

Beim Ho­hen Neu­en­dor­fer Stadt­emp­fang wur­den sechs be­son­ders ak­ti­ve Frau­en und Män­ner ge­wür­digt

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - S-BAHN-GEMEINDEN -

Ho­hen Neu­en­dorf. Wie in je­dem Jahr wur­den beim Stadt­emp­fang wie­der Per­so­nen aus­ge­zeich­net, die sich in sehr ver­schie­de­ner Wei­se be­son­ders um Ho­hen Neu­en­dorf ver­dient ge­macht ha­ben. Dies­mal er­hiel­ten zwei Frau­en und vier Män­ner den Eh­ren­amts­preis. Vor­ge­schla­gen wur­den sie von den Frak­tio­nen.

M Fred Bor­meis­ter ist ein Ur­ge­stein Ho­hen Neu­en­dorfs, ob­wohl er ei­gent­lich erst 1989 als Pfar­rer in die Kom­mu­ne kam. Seit­her setzt er sich für so­zia­le, kul­tu­rel­le, po­li­ti­sche und zwi­schen­mensch­li­che Be­lan­ge ein. Er hat in der Wen­de­zeit den „run­den Tisch“mo­de­riert und er­füllt seit vie­len Jah­ren die Städ­te­part­ner­schaf­ten mit Le­ben. „Die freund­schaft­li­che Be­geg­nung der Men­schen aus den Part­ner­städ­ten liegt ihm über al­le Ma­ßen am Her­zen“, heißt es in der Lau­da­tio.

Die Part­ner­schaft mit Já­nov Pod­la­ski hob Bor­meis­ter 1995 mit aus der Tau­fe.

M Mat­thi­as Schulz hat nicht nur am Län­der­in­sti­tut für Bie­nen­kun­de sei­ne Aus­bil­dung zum Im­ker ab­sol­viert, son­dern sich auch der Im­ke­rei als Hob­by ver­schrie­ben. Den Im­ker­ver­ein der Stadt hat er zu ei­nem der größ­ten und ak­tivs­ten Im­ker­ver­ei­ne des Lan­des mit ent­wi­ckelt. Der 48-Jäh­ri­ge setzt sich für die bie­nen­freund­li­che Ent­wick­lung Ho­hen Neu­en­dorfs ein und en­ga­giert sich auch im Bil­dungs­be­reich: Er be­treut eh­ren­amt­lich die Bie­nen-AG an der Wald­grund­schu­le und ist An­sprech­part­ner und Men­tor für die Bie­nen-AGs der Grund­schu­le Nie­der­hei­de und der Dr. Hu­go Ro­sen­thal Ober­schu­le. M Kers­tin Pa­ech ist ein wei­te­res Ur­ge­stein der Stadt – das der Leichtathletik. Im Tra­di­ti­ons­ver­ein SV elec­tro­nic ge­hört sie zu den ak­tivs­ten Mit­glie­dern und war über Jah­re im Vor­stand tä­tig. Ih­re kon­ti­nu­ier­li­che Trai­nings­ar­beit mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen trägt we­sent­lich zu den Er­fol­gen der Stadt in der Leichtathletik bei. „Nicht zu­letzt ist auch die An­er­ken­nung als bran­den­bur­gi­scher Leis­tungs­stütz­punkt Leichtathletik nur durch sol­che Auf­bau­ar­beit zu rea­li­sie­ren“, hieß es in der Lau­da­tio. M Gerd So­lik war seit 2011 Vor­sit­zen­der der Ho­hen Neu­en­dor­fer Mit­glie­der­grup­pe der Volks­so­li­da­ri­tät, auch jetzt ar­bei­tet er noch im Vor­stand mit. Wäh­rend sei­ner Zeit als Vor­sit­zen­der wuchs die Grup­pe von 80 auf mehr als 150 Mit­glie­der an. In 16 Ak­ti­vi­tä­ten­grup­pen wird im Club ge­le­sen, Skat ge­dro­schen,

Bin­go ge­spielt, die Welt des Com­pu­ters er­kun­det oder die pol­ni­sche Spra­che er­lernt. Letz­te­res tat Gerd So­lik selbst, um ei­ne Se­nio­ren­part­ner­schaft mit den Freun­den aus Já­nov Pod­la­ski auf­bau­en zu kön­nen. Nicht zu­letzt greift die Stadt ger­ne auf sei­ne Kennt­nis­se als ehe­ma­li­ger Bau­amts­lei­ter zu­rück, die er bei­spiels­wei­se bei der Füh­rung von Be­su­cher­grup­pen ger­ne zur Ver­fü­gung stellt.

M El­ke Rett­mann hat sich um das Wohl und den Zu­sam­men­halt der Stol­per Land­frau­en be­son­ders ver­dient ge­macht. Dem Ver­ein ge­hört sie seit 1998 als Grün­dungs­mit­glied an. Die akri­bi­sche Pla­nung und Durch­füh­rung des Stol­per Nuss­fes­tes geht eben­so „auf ih­re Kap­pe“wie die Or­ga­ni­sa­ti­on der wö­chent­li­chen Tref­fen im Ver­ein. Dar­über hin­aus en­ga­giert sich El­ke Rett­mann eh­ren­amt­lich für ih­ren Ort. Die Wert­er­hal­tung des Bür­ger­hau­ses ist ihr ein be­son­de­res An­lie­gen. Da­her ach­tet sie bis hin zu Sau­ber­keit und Ord­nung sehr auf die rei­bungs­lo­sen Ab­läu­fe von pri­va­ten und ge­sell­schaft­li­chen Ver­an­stal­tun­gen. M Gerd Val­tin hat sich eben­falls um den Se­nio­ren­club der Volks­so­li­da­ri­tät ver­dient ge­macht. Vor Gerd So­lik hat er ihn von 2003 bis 2011 ge­lei­tet. Das le­ben­di­ge Mit­ein­an­der äl­te­rer Men­schen stand für ihn da­bei im­mer im Vor­der­grund. Doch auch po­li­tisch hat sich Gerd Val­tin stets be­kannt, auch wenn er man­chen da­durch un­be­quem war. „Oh­ne Wenn und Aber setz­te sich Ger­hard Va­lin ge­gen men­schen­feind­li­che Ideo­lo­gi­en und ras­sis­tisch mo­ti­vier­te Ge­walt ein. Frie­den, Hu­ma­nis­mus, De­mo­kra­tie und So­li­da­ri­tät sind die Grund­wer­te sei­nes Han­delns“, heißt es in der An­spra­che. Auch den Kul­tur­kreis hat er in die­sen Be­mü­hun­gen im­mer un­ter­stützt. (hw)

Sie sind die Eh­ren­amts­preis­trä­ger 2018: Gerd So­lik (Zwei­ter von links), An­ke Rett­mann, Ger­hard Val­tin, Mat­thi­as Schulz, Kers­tin Pa­ech und Fred Bor­meis­ter, hier mit Dr. Rai­mund Wei­land (links) und Stef­fen Apelt. Fo­to: Weiß­ap­fel

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