Fir­men pro­fi­tie­ren von Eu­ro­pa-Mil­li­on

Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men in Ora­ni­en­burg ha­ben Re­gio­nal­fonds­mit­tel ge­nutzt / För­der­topf der­zeit aus­ge­schöpft

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - ORANIENBURG / LEEGEBRUCH -

Ora­ni­en­burg.

Eu­ro­pa ist an vie­len Stel­len in der Stadt sicht­bar. Oh­ne För­der­mit­tel aus Brüs­sel wä­ren zahl­rei­che Vor­ha­ben nicht oder nicht in dem Um­fang ent­stan­den. Die Sa­nie­rung des Schlos­ses wur­de eben­so mit eu­ro­päi­schem Geld ge­för­dert wie zahl­rei­che Pro­jek­te im Zu­sam­men­hang mit der Lan­des­gar­ten­schau 2009. För­der­gel­der gibt es ak­tu­ell auch für den Neu­bau der Schmach­ten­ha­ge­ner Ki­ta „Bä­ke­strol­che“und eben­so für das neue Sport­funk­ti­ons­ge­bäu­de, das kom­men­des Jahr in Zeh­len­dorf er­rich­tet wird.

Aber auch ei­ne gan­ze Rei­he von klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men (KMU) in Ora­ni­en­burg konn­ten von Gel­dern der Eu­ro­päi­schen Uni­on pro­fi­tie­ren. Im Rah­men des Stadt-Um­lan­dWett­be­werbs ha­be die Stadt die KMU-För­de­rung neu auf­le­gen kön­nen. „Ob­wohl der För­der­zeit­raum noch bis En­de 2020 läuft, war die­ses Pro­gramm in Ora­ni­en­burg der­art er­folg­reich, dass die Gel­der in Hö­he von ei­ner Mil­li­on Eu­ro be­reits jetzt kom­plett ver­ge­ben sind“, sagt Ora­ni­en­burgs Wirt­schafts­för­de­rin Su­san­ne Za­me­cki. Sie hofft, dass da­nach der Topf wie­der mit neu­em Geld aus­ge­stat­tet wird.

Aus dem Eu­ro­päi­schen Fonds für re­gio­na­le Ent­wick­lung (Ef­re) konn­ten auch KMU-Un­ter­neh­men zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung von Stadt und Um­land pro­fi­tie­ren. In­ner­halb ei­nes fest­ge­leg­ten Ge­biets in der Kern­stadt ha­ben KMU für ih­re In­ves­ti­ti­ons­vor­ha­ben Mit­tel be­an­tra­gen. Die Si­che­rung und Er­wei­te­rung die­ser Un­ter­neh­men wur­de mit ei­nem bis zu 50-pro­zen­ti­gen Zu­schuss ge­för­dert. Das galt auch für Neu­an­sied­lun­gen und Grün­dun­gen. 14 Be­trie­be nutz­ten in Ora­ni­en­burg die­se EU-Gel­der. Der größ­te Teil wur­de für La­den­er­wei­te­run­gen oder Neu­bau­ten in der In­nen­stadt, in der Sach­sen­hau­se­ner Stra­ße, aber auch von Be­trie­ben im Ora­ni­en­werk ge­nutzt. Manch­mal wa­ren es nur ei­ni­ge Tau­send Eu­ro für In­ves­ti­tio­nen in mo­der­ne Tech­nik, bis hin zum Höchst­be­trag von 200 000 Eu­ro für Neu­bau­pro­jek­te.

Be­kann­te Bei­spie­le sind et­wa Lux-Au­gen­op­tik, die Bä­cke­rei Pl­entz und der kürz­lich neu er­öff­ne­te Sup­pen­la­den „Cook rein“in der Schul­stra­ße. „Cook rein“Grün­de­rin Gu­drun Fromm ist froh, dass sie auf die­se För­de­rung zu­rück­grei­fen konn­te. „Die För­der­mit­tel ha­ben uns ein er­heb­li­ches Maß an Si­cher­heit in un­se­rer Grün­dungs­pha­se ge­ge­ben und den Druck ge­nom­men, dass wir al­le In­ves­ti­tio­nen al­lein tä­ti­gen müs­sen. Das war gut so und hat uns da­durch mehr Gestal­tungs­spiel­raum er­öff­net“, sagt Gu­drun Fromm.

För­der­mit­tel ge­ben gera­de in der Grün­dungs­pha­se Si­cher­heit

Fo­to: Klaus D. Gro­te

Im neu­en La­den: Gu­drun Fromm und Hans-Jür­gen Schrey­er ka­men bei der Grün­dung ih­res Sup­pen­la­dens „Cook rein“eben­falls in den Ge­nuss von EU-För­der­mit­teln.

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