In die Töp­fe ge­schaut

An­thu­ri­en set­zen Farb­ak­zen­te in der Kü­che

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - RAT & TAT -

Kü­chen ha­ben sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten vom Ar­beits­raum, in dem frü­her nur ge­kocht und ge­ba­cken wur­de, im­mer mehr zum häus­li­chen Le­bens­mit­tel­punkt ent­wi­ckelt.

Hier ge­nießt man nicht nur den mor­gend­li­chen Kaf­fee und setzt sich mit der Fa­mi­lie zu den Mahl­zei­ten zu­sam­men – im­mer häu­fi­ger lädt man auch Gäs­te in die Kü­che an­statt ins Wohn­zim­mer ein: zum ge­mein­sa­men Ko­chen, für den Spie­le­abend oder ein­fach nur um ge­sel­lig bei­sam­men zu sein.

In Neu­bau­ten wer­den Kü­chen des­halb seit vie­len Jah­ren wie­der groß und of­fen ge­plant. Ei­ni­ge Ar­chi­tek­ten ver­ab­schie­den sich heu­te so­gar ganz von tra­di­tio­nel­len Raum­struk­tu­ren und set­zen die Kü­che als zen­tra­les Ele­ment in ei­ne Wohn­land­schaft. Mö­bel aus Wohn­zim­mer und Koch­be­reich wer­den auf­ein­an­der ab­ge­stimmt und zu ei­nem ge­schmack­vol­len Ge­samt­bild kom­bi­niert. Das ist qua­si die Wei­ter­ent­wick­lung ei­nes of­fe­nen Wohn- und Ess­be­reichs.

Ei­ne mo­der­ne Kü­che zeich­net sich durch ei­nen kon­tras­tie­ren­den Stil- und Ma­te­ri­al-Mix aus: Ge­ra­de For­men und wei­ße Hoch­glanz­fron­ten wer­den bei­spiels­wei­se mit Me­tall-Re­ga­len und Was­ser­häh­nen oder Lam­pen mit in­dus­tri­el­lem Charme kom­bi­niert.

In man­che Woh­nun­gen hal­ten so­gar al­te Werk­bän­ke Ein­zug. Dass man dem Holz die Spu­ren des jah­re­lan­gen Ge­brauchs an­sieht, ist da­bei be­son­ders wich­tig.

Da­mit ein sol­cher Eye-Cat­cher den hy­gie­ni­schen An­for­de­run­gen von heu­te ent­spricht, wird die rus­ti­ka­le Ober­flä­che zu­meist mit ei­ner ge­här­te­ten Glas­plat­te ab­ge­deckt. Auch die Ver­ar­bei­tung von Be­ton oder Mar­mor ist der­zeit sehr be­liebt.

Je nach Kom­bi­na­ti­on und Ein­satz kön­nen die Ma­te­ria­li­en eher ele­gant oder auch urig ur­ban an­mu­ten. Ob­wohl bei den Kü­chen­trends das De­sign im Vor­der­grund steht, kommt die Funk­tio­na­li­tät nicht zu kurz. Kü­chen­ge­rä­te und tech­ni­sche Ele­men­te ver­schwin­den nach Ge­brauch al­ler­dings zu­meist hin­ter Tü­ren, so­dass der Raum wun­der­bar wohn­lich bleibt.

Für Be­hag­lich­keit in den Kü­chen sor­gen prak­ti­sche und schö­ne Kü­chen­ac­ces­soires und Pflan­zen. Sie be­le­ben den Raum und set­zen de­ko­ra­ti­ve Farb­ak­zen­te. Ide­al zu den ak­tu­el­len Kü­chen-Trends pas­sen An­thu­ri­en. Mit ih­ren glän­zen­den dun­kel­grü­nen Blät­tern und den auf­fäl­li­gen far­bi­gen Hoch­blät­tern, aus de­nen sich der Blü­ten­kol­ben er­he­ben, ste­hen sie für schlich­te Ele­ganz.

Am be­kann­tes­ten sind die Sor­ten mit den leuch­tend ro­ten Hoch­blät­tern. Mitt­ler­wei­le gibt es die Schön­hei­ten aber auch in weiß, ro­sa, vio­lett, gelb-grün, nou­gat­braun oder mit in­ter­es­san­ten Farb­ver­läu­fen. An­thu­ri­en mö­gen es zwar hell, be­nö­ti­gen aber kein di­rek­tes Son­nen­licht. Sie müs­sen al­so nicht un­be­dingt auf der Fens­ter­bank ste­hen, son­dern kön­nen auch an je­der pas­sen­den Stel­le im Raum plat­ziert wer­den, bei­spiels­wei­se auf dem Ess­tisch, ei­nem Si­de­board oder ne­ben dem Spül­be­cken.

Gut zur Gel­tung kom­men An­thu­ri­en, wenn man für sie pas­sen­de Ge­fä­ße aus­sucht. Ob die­se aus Ke­ra­mik, Glas, Me­tall oder Holz sind, ist un­wich­tig. Haupt­sa­che die Far­be kor­re­spon­diert mit dem Ton des Hoch­blatts oder steht in ei­nem schö­nen Kon­trast da­zu.

Wer bei den Pflanz­ge­fä­ßen das Kü­chen­the­ma auf­grei­fen möch­te, kann auch Ge­schirr, Back­for­men oder bun­te Email­le-Be­cher im Re­tros­til ver­wen­den. Be­son­ders hübsch und groß­zü­gig sieht es aus, wenn man meh­re­re Pflan­zen im sel­ben Farb­ton mit­ein­an­der kom­bi­niert. Aber auch ei­ne Zu­sam­men­stel­lung ver­schie­den­far­bi­ger Sor­ten hat ih­ren Reiz. (GPP)

Kon­trast­reich oder eher

Ton in Ton

Fo­to: an­thu­ri­um­in­fo

Sor­gen für Be­hag­lich­keit: prak­ti­sche und schö­ne Kü­chen­ac­ces­soires und le­ben­di­ge Pflan­zen wie An­thu­ri­en in vie­len Farb­tö­nen

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