Be­nut­zer ver­wal­ten

Die Be­nut­zer­ver­wal­tung von ma­cos gibt je­dem An­wen­der sei­nen Be­reich und re­gelt ge­nau, wer auf was zu­grei­fen darf. Wir er­klä­ren, wie man neue Be­nut­zer­kon­ten an­legt und sie kon­fi­gu­riert.

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Ein Mac, meh­re­re An­wen­der – dank ma­cos kein Pro­blem!

Das Sys­tem des Mac kann als Unix-ab­kömm­ling sehr gut mit meh­re­ren Be­nut­zer­kon­ten um­ge­hen. Das ist auch Teil des Si­cher­heits­kon­zepts, denn es teilt je­dem Be­nut­zer sei­nen ei­ge­nen Spei­cher­be­reich zu und ver­hin­dert, dass an­de­re Be­nut­zer un­be­rech­tigt dar­auf zu­grei­fen. Für je­de Da­tei und je­den Ord­ner ist ge­nau ge­re­gelt, wer sie nut­zen darf. So kön­nen sich meh­re­re Per­so­nen pro­blem­los ei­nen Mac tei­len, oh­ne sich da­bei ins Ge­he­ge zu kom­men.

Die Ver­wal­tung der Ac­counts fin­den Sie in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen im Be­reich „Be­nut­zer & Grup­pen“. Hier wer­den neue Kon­ten an­ge­legt und pas­send kon­fi­gu­riert.

Pri­va­ter Be­reich

Je­der Be­nut­zer er­hält vom Sys­tem sei­nen pri­va­ten Ord­ner, das Ho­me- oder Pri­vat­ver­zeich­nis. Da­rin be­fin­den sich Ord­ner für spe­zi­el­le Da­ten, wie Do­ku­men­te, Bil­der, Mu­sik und Fil­me, aber auch für den In­halt des Schreib­tischs oder Down­loads. Da hier nur der Be­sit­zer Zu­griff hat, gibt es für den Da­ten­aus­tausch mit an­de­ren Be­nut­zern den Ord­ner „Öf­fent­lich“. Nur die­sen kön­nen al­le Be­nut­zer des Mac öff­nen, und in den da­rin ent­hal­te­nen Ord­ner „Brief­kas­ten“kön­nen sie auch et­was hin­ein­le­gen. Das funk­tio­niert tat­säch­lich wie bei ei­nem Brief­kas­ten: Man kann et­was ein­wer­fen, es dann aber we­der her­aus­ho­len noch se­hen, was sonst noch drin ist.

Seit ma­cos Sier­ra be­steht die Mög­lich­keit, Do­ku­men­te und Schreib­tisch per icloud zu syn­chro­ni­sie­ren. Ak­ti­viert man die­se Funk­ti­on in den iclou­d­ein­stel­lun­gen, wer­den die bei­den gleich­na­mi­gen Ord­ner aus dem Pri­vat­ver­zeich­nis auf das icloud­d­ri­ve ver­scho­ben.

Be­nut­zer­ty­pen & Grup­pen

ma­cos kennt ver­schie­de­ne Ar­ten von Be­nut­zern. Da ist als Ers­tes der Ad­mi­nis­tra­tor. Er hat sehr weit­rei­chen­de Rech­te, vor al­lem in Be­zug auf die Kon­fi­gu­ra­ti­on des Sys­tems. Er darf auch ge­schütz­te Ein­stel­lun­gen än­dern, zum Bei­spiel in Be­nut­zer & Grup­pen, Si­cher­heit oder Start­vo­lu­me. Ein­fach im Fin­der in frem­de Ho­me­ver­zeich­nis­se rein­schau­en und frem­de Da­tei­en öff­nen darf aber auch er nicht. Die­se Hür­de kann nur der „root“-be­nut­zer über­win­den. Ei­ne Art Su­per­ad­mi­nis­tra­tor, der al­les darf. Er ist stan­dard­mä­ßig vor­han­den, aber nicht ak­tiv. Das soll­te er aus Si­cher­heits­grün­den auch blei­ben, bis man ihn in Not­fäl­len tat­säch­lich ein­mal braucht (Sei­te 96). Der ers­te Be­nut­zer, der bei der In­stal­la­ti­on von ma­cos an­ge­legt wird, ist im­mer ein Ad­mi­nis­tra­tor.

Der Stan­dard-be­nut­zer dient zum nor­ma­len Ar­bei­ten mit dem Mac. Da ein­fa­che Schad­soft­ware ge­wöhn­lich mit den Rech­ten des ge­ra­de ak­ti­ven Be­nut­zers ar­bei­tet, soll­te man nicht stän­dig als Ad­mi­nis­tra­tor an­ge­mel­det sein. Le­gen Sie sich für all­täg­li­che Ar­bei­ten ei­nen nor­ma­len Be­nut­zer an. Soll­ten Sie ein­mal Zu­griff auf ge­schütz­te Ein­stel­lun­gen und Funk­tio­nen brau­chen, fragt ma­cos Sie oh­ne­hin nach den Zu­gangs­da­ten ei­nes Ad­mi­nis­tra­tors. Sie müs­sen sich al­so nicht neu an­mel­den.

Ein­stell­ba­ren Re­strik­tio­nen un­ter­liegt da­ge­gen der ver­wal­te­te Be­nut­zer. Ak­ti­vie­ren Sie für ei­nen Be­nut­zer die Kin­der­si­che­rung, kön­nen Sie den Zu­griff auf Apps und vie­le Funk­tio­nen be­gren­zen, zum Bei­spiel auch Kon­tak­te in Mail und Nach­rich­ten vor­ge­ben oder Web­sites in Sa­fa­ri. Sie kön­nen zu­dem Nut­zungs­zei­ten fest­le­gen. Der ver­wal­te­te Be­nut­zer eig­net sich nicht nur für Kin­der, son­dern auch für frei zu­gäng­li­che Macs, um In­ter­net­miss­brauch oder Än­de­run­gen an der Kon­fi­gu­ra­ti­on zu ver­hin­dern.

Über die­se nor­ma­len Be­nut­zer­ty­pen hin­aus kennt ma­cos noch zwei wei­te­re: Ak­ti­vie­ren Sie den Gast­be­nut­zer, kann sich die­ser oh­ne Pass­wort an­mel­den. Er er­hält ei­nen pri­va­ten Ord­ner und kann mit Apps ar­bei­ten. Op­tio­nal er­hält er auch Zu­griff auf frei­ge­ge­be­ne Ord­ner von an­de­ren Be­nut­zern. Mel­det sich der Gast ab, wird sein Pri­vat­ver­zeich­nis au­to­ma­tisch wie­der ge­löscht.

Der an­de­re ist der Frei­ga­be-be­nut­zer. Er kann sich nur über das Netz­werk an ak­ti­ven Frei­ga­ben, aber nicht di­rekt am Mac an­mel­den, und er er­hält auch kein lo­ka­les Ho­me­ver­zeich­nis. Schließ­lich kann man Be­nut­zer noch Grup­pen zu­ord­nen.

Zu­griffs­rech­te fest­le­gen

Das An­le­gen von Grup­pen ist vor al­lem bei der Ver­ga­be von Zu­griffs­rech­ten prak­tisch. Gibt man den Zu­griff für ei­ne Grup­pe frei, muss man nicht je­den Be­nut­zer ein­zeln ein­tra­gen. Die Zu­griffs­rech­te für Da­tei­en und Ord­ner fin­den Sie ganz un­ten in de­ren In­for­ma­ti­ons­fens­ter, Kurz­be­fehl [cmd] + [I], im Fin­der. Für Frei­ga­ben im Netz­werk le­gen Sie die Rech­te im Ein­stel­lungs­be­reich „Frei­ga­ben“fest.

Be­reits an­ge­mel­de­te Be­nut­zer mar­kiert ma­cos auf dem An­mel­de­bild­schirm ne­ben dem Na­men.

Ru­fen Sie den Be­fehl In­for­ma­tio­nen im Fin­der auf, kön­nen Sie im un­ters­ten Punkt „Tei­len & Zu­griffs­rech­te“fest­le­gen, wer was mit ei­nem Ob­jekt an­stel­len darf. Mit „+“fü­gen Sie der Zu­griffs­lis­te Be­nut­zer hin­zu.

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