Die Deut­schen, die In­sel und der Wein

Im­mer mehr Deut­sche in­ves­tie­ren in Wein­gü­ter auf Mallor­ca. Da ver­liert man fast den Über­blick, meint Wolf­gang Fass­ben­der.

Mallorca geht aus! - - Inhalt -

Im­mer mehr Deut­sche in­ves­tie­ren in Wein­gü­ter auf Mallor­ca.

Es war nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis der ers­te Deut­sche nicht nur Ur­laub mach­te zwi­schen Al­cu­dia und Por­to­co­lom oder sei­nen Wohn­sitz nach Mallor­ca ver­leg­te, son­dern auch Re­ben kauf­te. Micha­el Popps Wein­gut Ca­s­tell Mi­quel in Alaró war ei­ner der Vor­rei­ter, sein Ex-Öno­lo­ge Tho­mas Wambs­ganss, der aus ei­ner Pfäl­zer Wein­baufa­mi­lie stammt und nun auf Bo­de­ga Man­dia Vell sei­nen ganz ei­ge­nen Stil pflegt, darf als wein­ma­chen­der Pio­nier durch­ge­hen. In­zwi­schen al­ler­dings ver­liert man fast den Über­blick. Man­che Gü­ter blei­ben klein und fein, an­de­re trump­fen mäch­tig auf, bau­en so­gar Kel­le­rei­en, die man in die­ser Pracht an Rhein und Mo­sel kaum je fin­det. Doch nir­gend­wo scheint die Kon­zen­tra­ti­on win­zern­der Deut­scher so hoch wie in Pol­lença, wo al­le nach Neu-Reb­bau­er Pe­ter Maf­fay fra­gen, wo man aber noch deut­lich mehr Wein-Un­ter­neh­mer­tum be­ob­ach­ten kann. Vie­le der Aben­teu­er­lus­ti­gen blei­ben üb­ri­gens vor­nehm im Hintergrund, las­sen sich von Ma­na­gern und Wein­ma­chern ver­tre­ten, ge­ben sich aus­schließ­lich dem Ge­nuss hin. Dis­kre­ti­on ge­hört in Mallor­cas Weinsze­ne zum All­tag.

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