May­be ba­by!

iri­na, 32, mag ih­re mama-rol­le nicht

Maxi (Germany) - - Herz & Seele -

Mein Sohn war ein Un­fall – und das gleich mal vor­weg: der bes­te mei­nes Le­bens. Ich war jung und bin mit ei­nem Kum­pel im Bett ge­lan­det. Ich woll­te das Ba­by trotz­dem, un­be­dingt. Wenn ich jetzt noch ein­mal vor die­ser Ent­schei­dung ste­hen wür­de: Ich weiß nicht, ob ich al­les ge­nau­so ma­chen wür­de, wie ich es ge­tan ha­be. Viel­leicht liegt das dar­an, dass ich die ers­ten Jah­re al­lein­er­zie­hend war. Denn nicht stän­dig den Va­ter dei­nes Kin­des an dei­ner Sei­te zu ha­ben, ist schwer. Weil du al­les al­lein re­geln musst. Okay, ich hat­te mei­ne El­tern als Stüt­ze. Aber trotz­dem – wenn der Klei­ne in der Nacht ei­ne nas­se Win­del hat­te, konn­te ich nie­man­den ne­ben mir an­stup­sen und sa­gen: „Mach du mal!“Und ich war un­glaub­lich nei­disch auf das Le­ben mei­ner Freun­de. Fei­ern, trin­ken, tan­zen: Ging nicht mehr. Je­den­falls nicht spon­tan. Und an­ders­rum: Als ich mich mal mit ei­ner Mut­ter auf dem Spiel­platz un­ter­hal­ten ha­be und sag­te, dass ich an ei­nem Frei­tag­abend aus­ge­hen woll­te, wur­de ich ko­misch an­ge­guckt. Wie, und wer wür­de dann aufs Kind auf­pas­sen? Oder die Bli­cke, wenn ich von der Ar­beit zu spät in die Ki­ta kam … Es sind die­se vie­len klei­nen Sti­che, die man als Mut­ter kas­siert, die mir die Rol­le manch­mal un­er­träg­lich ge­macht ha­ben. Das stän­di­ge Ge­fühl, nicht ge­nug zu ge­ben. Und ich glau­be, das geht auch Ma­mas MIT Part­ner so.

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