Selbst in klei­nen Gär­ten bie­tet das Beet die Chan­ce auf gu­ten Er­trag.

Selbst in klei­nen Gär­ten bie­tet sich die An­la­ge ei­nes Hoch­beets an – denn ne­ben vie­len an­de­ren Vor­tei­len ver­spricht es ei­nen bis zu drei­mal hö­he­ren Er­trag wie ein Flach­beet glei­cher Grö­ße.

Mein Landgarten - - Inhalt - TEXT: Ute Laatz, Ka­trin Ho­cheg­ger FOTOS: J. Kor­ber

Tru­de Schwai­ger ist lei­den­schaft­li­che Gärt­ne­rin. Der Bäue­rin und Kräu­ter­päd­ago­gin wur­de be­reits in ih­rer land­wirt­schaft­li­chen Aus­bil­dung be­wusst, wie viel Wis­sen über die Ver­wen­dung von Kräu­tern und Heil­pflan­zen ihr be­reits von der Groß­mut­ter und Schwie­ger­mut­ter ver­mit­telt wur­de. Bei­de hat­ten mit der prak­ti­schen Ver­wen­dung von al­ler­lei Ga­ben der Na­tur gro­ßen Ein­fluss auf Tru­de, die ih­re Be­geis­te­rung heu­te auch auf ge­führ­ten Kräu­ter­wan­de­run­gen an ein in­ter­es­sier­tes Pu­bli­kum im steie­ri­schen Enn­s­tal wei­ter­gibt.

„Mein Kraut- und Rü­ben­gar­ten er­füllt mich mit gro­ßem Stolz.“

Ih­ren ei­ge­nen Gar­ten ge­stal­te­te Tru­de Schwai­ger zu ei­nem – wie sie selbst sagt – viel­fäl­ti­gen Kraut- und Rü­ben­gar­ten um. Der ur­sprüng­lich ty­pi­sche Bau­ern­gar­ten be­her­bergt heu­te als Herz­stück ein im­po­san­tes Hoch­beet für Sa­lat und Ge­mü­se. Ei­ne Kräu­ter­spi­ra­le und vie­le ver­schie­de­ne Blü­ten­pflan­zen er­gän­zen die ur­wüch­si­ge An­la­ge zu ei­nem kun­ter­bun­ten Nutz- und Zier­gar­ten. Das vier Me­ter lan­ge und ein­ein­halb Me­ter brei­te Hoch­beet ver­sorgt das Ehe­paar Schwai­ger den gan­zen Som­mer mit Sa­lat und Ge­mü­se. Der Rah­men aus Lär­chen­holz ist be­son­ders mas­siv ge­baut, denn bei ei­ner Hö­he von vier Me­tern wirkt ein ge­wal­ti­ger Druck auf die Bret­ter. Das Beet ist ent­spre­chend der Son­nen­ein­strah­lung nach Süd­wes­ten aus­ge­rich­tet. Der Un­ter­grund wur­de zu­nächst et­wa zehn Zen­ti­me­ter aus­ge­ho­ben, ein fein­ma­schi­ges Draht­git­ter am Bo­den ver­wehrt Mäu­sen das Ein­drin­gen. Dar­auf wur­de Schicht um Schicht auf­ge­tra­gen. „Im Lau­fe ei­nes Jah­res darf man sich nicht wun­dern, wenn das Beet zu­nächst 20–30 Zen­ti­me­ter nach­gibt“, er­klärt Tru­de Schwai­ger. Wenn die Pflan­zen jetzt tie­fer ste­hen als der Rand, wer­den sie im Früh­ling vor kal­ten Win­den ge­schützt. „Ei­ne gu­te La­ge für ein Hoch­beet kann auch ei­ne Haus- oder Ga­ra­gen­wand dar­stel­len, an der das Beet an­liegt“, weiß die er­fah­re­ne Bäue­rin, „denn der Wär­me­ef­fekt ist hier noch grö­ßer und die Ve­ge­ta­ti­ons­pe­ri­ode somt län­ger.“So­bald die Tem­pe­ra­tu­ren es zu­las­sen, be­pflanzt Tru­de Schwai­ger ihr Hoch­beet

KA­ROT­TEN & CO. ge­dei­hen hier präch­tig. Hoch­bee­te gibt es in di­ver­sen For­men und Grö­ßen. Die­ses ist aus un­be­han­del­ter Lär­che und kommt dank Steck­sys­tem oh­ne Nä­gel aus (Gar­ten­zau­ber).

DER KOHL­RA­BI wird im Früh­ling als ers­tes ein­ge­sät. Im Som­mer be­lohnt die Na­tur den Fleiß mit präch­ti­gen Knol­len.

DIE EN­GE BE­PFLAN­ZUNG sorgt für ei­ne rei­che Aus­beu­te zur Ern­te­zeit. Hier wur­den qua­dra­ti­sche Hoch­bee­te in ei­ner Rei­he an­ge­ord­net.

NA­TUR PUR Im Lau­fe der Zeit nimmt das un­be­han­del­te Lär­chen­holz ei­ne sil­ber­graue Pa­ti­na an.

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