Ge­setz oder Tes­ta­ment be­stim­men, wer erbt!

Meins - - Fragen Sie Einfach Meins -

Ge­setz­li­che Erb­fol­ge

Die ge­setz­li­che Erb­fol­ge tritt in Kraft, wenn es kein Tes­ta­ment gibt. Kin­der er­ben als Ers­tes, da­nach En­kel usw. Das ist die wich­tigs­te Ord­nung der Erb­fol­ge, der so­ge­nann­te Stamm. Hat der Erb­las­ser kei­ne Kin­der, er­ben sei­ne El­tern, da­nach die Ge­schwis­ter. Der ge­setz­li­che Erb­teil des Ehe­part­ners be­trägt im­mer die Hälf­te des Nach­las­ses, die an­de­re Hälf­te tei­len sich die Kin­der. Ha­ben wir ei­ne Gü­ter­tren­nung

im Ehe­ver­trag ver­ein­bart, ver­rin­gert sich das Er­be des Ehe­part­ners auf ein Vier­tel. Gibt es kei­ne Ver­wand­ten oder Ehe­part­ner, setzt das Er­brecht

des Staa­tes ein. Der Staat hat da­bei kein Recht, das Er­be aus­zu­schla­gen. Ge­gen­über mög­li­chen Gläu­bi­gern haf­tet er aber auch nur bis zur Hö­he des Er­bes.

Er­ben nach Tes­ta­ment

Gibt es ein Tes­ta­ment, das der Erb­las­ser mit sei­ner Un­ter­schrift ver­se­hen hat, ent­fällt die ge­setz­li­che

Erb­fol­ge. Aber: Sind wir z. B. als Al­lein­er­bin im Tes­ta­ment ein­ge­tra­gen, kön­nen wei­te­re An­ge­hö­ri­ge

Pflicht­teils­an­sprü­che an das Er­be gel­tend ma­chen. Der Pflicht­teil ist die Hälf­te von dem, was den Hin­ter­blie­be­nen laut ge­setz­li­cher Erb­fol­ge zu­ge­stan­den hät­te. An­sprü­che ha­ben Kin­der, Ehe­part­ner und El­tern, Ge­schwis­ter je­doch nicht. Grund­sätz­lich gilt: Je­der kann über sein Hab und Gut ver­fü­gen, wie er will. Sein Haus­tier als Al­lein­er­ben zu be­nen­nen ist aber nicht mög­lich. Wer sei­nen tie­ri­schen Lieb­ling ab­si­chern will, kann z. B. im Tes­ta­ment je­man­den be­nen­nen, der ei­nen Teil des Nach­las­ses für das Wohl des Tie­res auf­wen­den muss.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.