Neu­an­fang Kri­sen ha­ben mich stark ge­macht

Schei­dung, brust­krebs, Mob­bing, aber Kers­tin huth-rau­scher, 61, war nie be­reit, sich un­ter­krie­gen zu las­sen

Meins - - Leben Mein - VON LI­SA krAU­Se

Ein som­mer­li­cher Mon­tag in Frankfurt. Wir sit­zen an ei­nem lie­be­voll ge­deck­ten Ess­tisch in ei­nem hel­len und mo­der­nen Wohn­be­reich. Kers­tins grau­blaue Au­gen strah­len mit der Son­ne um die Wet­te. Ei­ne warm­her­zi­ge Frau, tem­pe­ra­ment­voll, die aber gleich­zei­tig ganz in sich zu ru­hen scheint. Ob­wohl das Le­ben sie so oft aus dem Gleis wer­fen woll­te. er­krank­ten dar­an, letz­tes Jahr be­kam ih­re Mut­ter mit 86 Brust­krebs. Vor al­lem aber ist es ihr Op­ti­mis­mus, den sie kon­se­quent lebt. „Ich den­ke, man be­kommt al­les in den Griff. Egal, was es ist. Man muss ak­tiv wer­den, re­agie­ren, darf nicht Op­fer sein.“Als sie vor 23 Jah­ren von ih­rem ers­ten Mann ge­schie­den wur­de, leg­te sie sei­nen Na­men ab und fing ein neu­es Le­ben an. Lern­te Ho­tel­fach, ar­bei­te­te un­ter an­de­rem in Lon­don, München und Dort­mund. Zu­letzt war sie Emp­fangs­da­me in ei­nem Se­mi­nar­zen­trum in Hei­del­berg: „Ich war glück­lich, aus­ge­las­tet und be­liebt bei den Gäs­ten.“Selbst in den schlimms­ten Mo­men­ten schlum­mert in ihr ei­ne tie­fe Zu­ver­sicht, die mu­tig macht. Wo­her die kommt, kann sie nicht sa­gen. Aber sie ist si­cher: „Mei­ne Kri­sen ha­ben mich stark ge­macht.“Und Kers­tin hat das wun­der­ba­re Ta­lent, in al­lem auch Po­si­ti­ves zu se­hen. Mit der Krebs-OP hat sie gleich ih­re Brüs­te an­glei­chen und an­he­ben las­sen. „Ich bin so glück­lich über mei­nen wun­der­schö­nen Bu­sen.“Sich Gu­tes tun, Sport, Mas­sa­ge, Freun­din­nen tref­fen, sich schön füh­len rät sie al­len Frau­en in die­ser Si­tua­ti­on.

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