Wie­so soll­te ich nicht noch mal was wa­gen?

Vé­ro­ni­que, 51, hat lan­ge vom ei­ge­nen klei­nen Ca­fé ge­träumt. Als das Schick­sal ihr die pas­sen­den Bäl­le zu­wirft, greift sie zu

Meins - - Leben Mein - VON JAC­QUe­LINe tCHALIkIAN

fran­zö­sisch. Um Punkt halb acht er­scheint der ers­te Stamm­kun­de – Ro­bert ar­bei­tet ein paar Häu­ser wei­ter. Im „Le pe­tit Pa­ris“trinkt er sei­nen mor­gend­li­chen Kaf­fee. Die gan­ze Nach­bar­schaft kommt. Man tauscht sich aus, trinkt et­was oder isst ein Ge­bäck. „Al­le füh­len sich hier wohl, ja fast zu Hau­se, das ist schön“, sagt Vé­ro­ni­que – und ih­re brau­nen Au­gen fun­keln vol­ler Le­bens­freu­de. Sie wirkt fast wie aus ei­nem fran­zö­si­schen Film ent­sprun­gen, als hät­te ein Re­gis­seur die­se hüb­sche, le­bens­fro­he Frau ge­cas­tet. Viel­leicht kommt ja gleich, wie in „Cho­co­lat“, ein zer­strub­bel­ter John­ny Depp in ih­rer klei­nes gut duf­ten­des Reich? uten­si­li­en ins Aus­land, zog von Frank­reich nach Hol­land und 1989 von Hol­land nach Deutsch­land. Vor sie­ben Jah­ren be­gann Vé­ro­ni­que ei­ne Aus­bil­dung zur Al­ten­pfle­ge­rin. Dach­te, sie hät­te ih­ren Traum­job ge­fun­den. Mach­te sich so­gar mit ei­nem am­bu­lan­ten Pfle­ge­dienst selbst­stän­dig. „Es war ein schö­nes Ge­fühl, Men­schen hel­fen zu kön­nen. Aber am Schluss hat­te ich vier

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