Man soll­te auf sei­nen Kör­per hö­ren, der sagt mir schon, was mir be­kommt und was nicht.

Meins - - Leben Mein -

Ist viel­leicht et­was na­iv, aber ich bin da­mit im­mer gut ge­fah­ren. Da braucht man al­ler­dings auch ein ge­wis­ses Ge­spür für sich und ei­ne Ent­spannt­heit. Aber ich kann mir gut vor­stel­len, dass heu­te der Stress und die ewi­ge An­stren­gung, im­mer top sein zu wol­len – hat­ten wir ja als jun­ge Frau­en nicht in dem Ma­ße – das Ge­fühl für den ei­ge­nen Kör­per ver­sper­ren. Als ich an­fing, auf mei­ne Ge­sund­heit zu ach­ten, hat­te ich die 60 schon über­schrit­ten. Ich merk­te, dass ich nicht mehr so viel Ener­gie hat­te wie frü­her. Ist ja nor­mal. Und dann fing es an, dass lie­be Freun­de krank wur­den. Da ha­be ich mir ge­sagt: Du soll­test was tun für dich. Ich will ja für mei­ne ent­zü­cken­den En­kel fit blei­ben, da­mit ich was mit ih­nen un­ter­neh­men kann. Und ich möch­te mög­lichst noch er­le­ben, wie sie groß wer­den. Ich ma­che Nor­dic Wal­king und Yo­ga – zu­erst muss­te ich mich da­zu zwin­gen, ich war nie be­son­ders sport­lich. Jetzt fehlt es mir rich­tig, wenn ich ein paar Ta­ge nicht da­zu kom­me. Ich ma­che dis­zi­pli­niert al­le Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen und küm­me­re mich dar­um, dass mei­ne Zäh­ne in Ord­nung sind. Das ist ja nicht nur op­tisch wich­tig, kran­ke Zäh­ne schla­gen aufs Herz. Auch das Rau­chen ha­be ich mir ab­ge­wöhnt – schwe­ren Her­zens. Und ei­gent­lich vor al­lem, weil mein Sohn stän­dig rum­ge­nör­gelt hat, und das ver­grellt ei­nem doch den Spaß an der Zi­ga­ret­te.

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