Ich ach­te sehr auf ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung, kau­fe am liebs­ten re­gio­na­le Pro­duk­te di­rekt vom Bau­ern. Bio muss nicht sein.

Meins - - Leben Mein -

Aber ich weiß gern, wo­her die Sa­chen kom­men, die ich es­se und trin­ke. Und al­les in Ma­ßen. Mei­ne Fa­mi­lie war da nicht im­mer be­geis­tert, und als mein Sohn mir ir­gend­wann „Fit­ness-Ter­ror“vor­warf, ha­be ich lie­ber fün­fe gera­de sein las­sen. Viel­leicht ha­be ich es auch ein biss­chen über­trie­ben, man will ja im­mer das Bes­te für al­le. Das war die Zeit, in der ich krank wur­de. Ob­wohl ich im­mer ge­sund ge­lebt ha­be, hat es mich doch er­wischt. Vor zehn Jah­ren hat­te ich ei­ne Krebs-Dia­gno­se. Ich war fas­sungs­los, auch wü­tend. Dach­te: war­um gera­de ich? Ich, die im­mer auf mei­nen Kör­per ge­ach­tet ha­be. Dann dach­te ich an mei­ne Nach­ba­rin, de­ren Toch­ter Mu­ko­vis­zi­do­se hat­te. Sie sag­te: „Ich ha­be nie ge­fragt: war­um gera­de mei­ne Toch­ter? Ich kann mir ja nicht wün­schen, dass es lie­ber an­de­re trifft. Das wä­re nicht ge­recht.“Ju­lia ist mit 20 ge­stor­ben. Ich hat­te gu­te Re­ser­ven, Dis­zi­plin, ich konn­te kämp­fen. Und ich ha­be ge­won­nen. Es lohnt sich eben doch, sei­nen Kör­per zu pfle­gen.

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