Schick­sal Mei­ne Schwes­ter ist be­son­ders

Wir ken­nen Les­lie Mal­ton, 56, aus Fil­men oder von der büh­ne. Dass sie Schau­spie­le­rin wur­de, ver­dankt sie ih­rer be­hin­der­ten Schwes­ter Marion, 55, die ei­ne Haupt­rol­le in Les­lies Le­ben spielt, er­zählt sie sehr of­fen

Meins - - Leben Mein - VON Uta DietScH

Sie sieht aus wie ei­ne jun­ge Frau, als sie das Re­stau­rant „Grosz“am Ber­li­ner Kur­fürs­ten­damm be­tritt. Schlich­tes Top und grü­ner Som­mer­rock. Un­ge­schminkt, nur ro­sé­far­be­ner Lip­pen­stift. Ih­re Au­gen strah­len – of­fen und neu­gie­rig.

Les­lie Mal­ton, vom Wie­ner Burg­thea­ter oder Fil­men wie „Der gro­ße Bell­heim“be­kannt, ist hier, um über ih­re Schwes­ter zu spre­chen, an und über die sie ein Buch ge­schrie­ben hat. Marion lebt in ei­nem Heim in Ka­li­for­ni­en und lei­det am Rett-Syn­drom, der zweit­häu­figs­ten Be­hin­de­rung bei Mäd­chen nach dem Down-Syn­drom. „Im Al­ter von zwei Jah­ren ver­lie­ren die Kin­der al­les, nur ihr Le­ben“nicht, be­schreibt Les­lie Mal­ton die Krank­heit.

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