BAR­CE­LO­NA, du bist die Stadt der Wun­der

Der Zau­ber bar­ce­lo­nas be­tört uns schon nach ei­nem ein­zi­gen Wo­che­n­en­de – fin­den mag­da­le­ne miss­ling, 75, und toch­ter Uta

Meins - - Reise Meine -

Als ich aus dem Shut­tle-Bus vom Flug­ha­fen stei­ge, drängt sich un­will­kür­lich Fred­die Mer­cu­rys kräf­ti­ge Stim­me mit ei­nem in­brüns­ti­gen „Bar­ce­lo­na“in mei­ne Oh­ren. End­lich sind wir hier. Ein lang ge­heg­ter Wunsch wird wahr. Un­se­re Kof­fer im Ho­tel ver­staut, stür­zen wir uns ins pral­le Le­ben auf der be­rühm­tes­ten Stra­ße des Lan­des. La Ram­bla geht von der Pla­ça Ca­ta­lun­ya Rich­tung Meer, ge­säumt von Blu­men­stän­den, Staf­fe­lei­en, le­ben­den Sta­tu­en und na­tür­lich neu­gie­ri­gen Tou­ris­ten wie uns. Voll mit leb­haf­ten Ein­drü­cken schlen­dern wir wei­ter ins na­he­ge­le­ge­ne Bar­ri Gò­tic, das go­ti­sche Vier­tel. Vor­bei am Ca­sa Gi­s­pert in der Car­rer dels Som­bre­rers, ei­nem 1851 ge­grün­de­ten Le­bens­mit­tel­la­den. Der Duft von ge­rös­te­ten Man­deln und Pi­ni­en­ker­nen um­weht uns. Dar­un­ter mischt sich das Aro­ma exo­ti­scher Ge­wür­ze, ge­räu­cher­ter Wurst­wa­ren, köst­lichs­ter Mar­me­la­den und feins­ter Scho­ko­la­den. Es gibt kaum et­was, das die­ser La­den nicht zu bie­ten hat. Wie im Pa­ra­dies füh­len wir uns, als wir we­nig spä­ter auf der klei­nen Pla­ça de Sant Just in oran­ge­far­be­nen Stüh­len des Ca­fé „Bliss“sit­zen. Wir es­sen

Hühn­chen und trin­ken ein er­fri­schen­des Glas Haus­wein. Da­nach noch ei­nen Ab­ste­cher in die ein­drucks­vol­le Ka­the­dra­le La Seu. Im Kreuz­gang hö­ren wir em­si­ges Ge­schnat­ter und se­hen ei­ne gut ge­laun­te Gän­se­schar, die hoch­er­ho­be­nen Haup­tes durch den In­nen­hof wat­schelt. An­geb­lich lebt hier seit dem Mit­tel­al­ter Fe­der­vieh. Wes­halb das so ist, kann nie­mand er­klä­ren.

am mor­gen ist uns nach kul­tur

Pa­blo Pi­cas­so hat als Ju­gend­li­cher meh­re­re Jah­re hier ge­lebt. Ihm zu Eh­ren gibt es ein Mu­se­um im Ri­be­ra-Vier­tel in der Alt­stadt, das in wun­der­schö­nen Pa­läs­ten sei­ne frü­hen Wer­ke zeigt. Da­nach trin­ken wir in dem Künst­ler­ca­fé „Els Quat­re Gats“ei­nen Ca­fé con le­che. Pi­cas­so ent­warf einst die Spei­se­kar­ten und zeig­te dort sei­ne ers­ten Bil­der. Frisch ge­stärkt geht’s ma­le­risch wei­ter. Jo­an Miró ist in die­ser Stadt ge­bo­ren, und auch auf ihn ist man hier stolz. Auf dem Haus- berg Mont­juïc, auf den uns ei­ne Ha­fen­seil­bahn von der Bar­ce­lo­ne­ta aus bringt, zeigt ei­ne mo­der­ne Fund­a­ció sei­ne fa­bel­haf­ten Wer­ke. So­wie­so ist Bar­ce­lo­na ei­ne Qu­el­le der In­spi­ra­ti­on ge­we­sen. Al­len vor­an für Ar­chi­tekt An­to­ni Gau­dí, der mit au­ßer­ge­wöhn­li­chen Ge­bäu­den und bun­ten Mo­sai­ken über­all in der Stadt Spu­ren hin­ter­las­sen hat. Sei­ne un­voll­ende­te Sa­gra­da Famí­lia be­stau­nen wir of­fe­nen Mun­des, gar nicht in der La­ge, al­les zu er­fas­sen, was wir an Schön­heit se­hen.

Im Ge­schäft Déjà vu (Ca­làbria 126) ver­trö­deln wir den Rest des Nach­mit­tags. Wun­der­bar skur­ri­le An­ti­qui­tä­ten, ur­al­te Lam­pen, Spie­gel, Ses­sel er­zäh­len stumm Ge­schich­ten längst ver­gan­ge­ner Ta­ge. Am Abend es­sen wir im „Txa­ko­lin“(Bar­ri Gò­tic). Zur Ape­ro­stun­de sind Mon­ta­di­tos der Ren­ner. Klei­ne Ba­guette­schei­ben mit Wurst, Shrimps oder Kä­se.

Bei Ein­bruch der Dun­kel­heit sit­zen wir am Font Màgi­ca, dem Ma­gi­schen Brun­nen auf der Pla­ça de Carles Buïgas. Je­den Abend fin­den hier Was­ser­spie­le statt. Ich traue mei­nen Oh­ren kaum, als Fred­die Mer­cu­ry aus den Laut­spre­chern sein hym­ni­sches „Bar­ce­lo­na“schmet­tert. Was für ei­ne Stadt! •

der Park güell

An­to­ni Gau­dís Hom­mage an die Na­tur

me­di­ter­ra­ne abend­stim­mung

Auf den vie­len Plät­zen in Bar­ce­lo­na ist im­mer bun­tes Trei­ben

„ Bu­en­odB­loia­ans­ra,“ces­gut ge­launt star­tet mag­da­le­ne mit toch­ter uta in den tag vol­ler kunst und köst­lich­kei­ten

köst­li­cHe viel­falt Der Mer­cat de la Bo­que­ria ist ein Er­leb­nis für al­le Sin­ne

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