Ei­nen Mo­nat spä­ter.

Meins - - Leben Mein -

Nur 30 Ki­lo­me­ter ent­fernt, in Pe­ters­ha­gen, wohnt San­dra Bu­se. Schon im­mer hat sie mit dem Ge­dan­ken ge­spielt, sich bei der DKMS, der Deut­schen Kno­chen­mark­Spen­der­da­tei, re­gis­trie­ren zu las­sen. Sie weiß, da kann man mit ei­ner un­kom­pli­zier­ten Be­hand­lung Le­ben ret­ten. Da hört sie von ei­ner Ty­pi­sie­rungs­ak­ti­on in Min­den. „Ich ha­be nicht ge­zö­gert und am En­de so dem Schick­sal auf die Sprün­ge ge­hol­fen.“Sie gibt ih­ren Spei­chel ab. Zwei Wo­chen spä­ter kommt ein Brief der DKMS: Ver­mut­lich pas­sen ih­re Stamm­zel­len zu ei­nem tod­kran­ken Pa­ti­en­ten. Ei­ne Mi­schung aus Auf­re­gung und Freu­de durch­strömt San­dra. Sie gibt ei­ne Blut­spen­de ab. Und tat­säch­lich: Al­les passt. Und sie ist stark und ge­sund ge­nug. Sie ist ei­ne un­ter 20 000, die ei­nem an­de­ren Men­schen das Le­ben ret­ten kann. und in den rech­ten Arm wie­der ein­ge­führt“, er­zählt sie. In 80 Pro­zent al­ler Fäl­le kön­nen Stamm­zel­len auf die­se Wei­se ge­won­nen wer­den. „Wirk­lich ein mi­ni­ma­ler Auf­wand! Ein Le­ben zu ret­ten kann so ein­fach sein. Wäh­rend ich be­ob­ach­te­te, wie sich in dem durch­sich­ti­gen Beu­tel über mei­nem Kopf mei­ne Zel­len sam­mel­ten, dach­te ich die gan­ze Zeit dar­über nach, wem ich wohl da­mit ge­ra­de das Le­ben ret­te.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.