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Meins - - Leben Mein -

Te­le­fon klin­gelt, ist es mein Va­ter (fast 80 Jah­re und über­zeug­ter Tech­nik-Ver­wei­ge­rer) – oder ei­ne Te­le­fon­um­fra­ge. Der Rest un­se­rer so­zia­len Kon­tak­te tippt sich näm­lich per Nach­richt, SMS, Whats­App oder E-Mail an mich her­an. Über­haupt heißt mein Te­le­fon jetzt „Fest­netz“– welch schreck­li­che Wort­schöp­fung! Be­deu­tet „fes­tes Te­le­fon­netz“bzw. „fest ver­netzt“, klingt aber nach „ge­fes­selt zu Hau­se“. Biss­chen wie frü­her, als mei­ne Oma ne­ben dem Te­le­fon auf dem Stühl­chen saß und war­te­te, bis der Opa aus der Fir­ma an­rief und sag­te: „Ich fahr‘ jetzt los.“Und wenn ich der Oma sag­te, ich ru­fe Sonn­tag an, ging sie nicht mal in die Kir­che, aus Angst, mich zu ver­pas­sen.

Wer­den wir heu­te nach un­se­rer Te­le­fon­num­mer ge­fragt, dik­tie­ren wir zu 99 % die mo­bi­le. Fü­ge ich, wie noch vor ein paar Jah­ren, total lo­cker hin­zu:

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