Was be­deu­tet uns Weih­nachts­zeit?

Ba­cken, nach Ge­schen­ken stö­bern, gro­ße Fei­ern oder be­sinn­li­che St­un­den im Ker­zen­schein. Die Ad­vents­zeit ze­le­brie­ren wir al­le ähn­lich – aber doch an­ders

Meins - - Leben Mein -

Ich wün­sche mir Ju­bel-Tru­bel in un­se­rem Haus

Seit wir un­se­ren klei­nen Nach­züg­ler ha­ben, macht es mir wie­der rich­tig Spaß, zu de­ko­rie­ren, zu ba­cken und zu bas­teln. Er ist ge­ra­de fünf, sticht flei­ßig Kek­se aus und wer­kelt klei­ne Ge­schen­ke für Oma und Opa, nicht per­fekt na­tür­lich, aber mit ganz viel Lie­be! Und die­se

stau­nen­den Au­gen, wenn wir ins Weih­nachts­mär­chen ge­hen – ei­ne Won­ne! Jetzt hat die Weih­nachts­zeit für mich wie­der die­se knis­tern­de At­mo­sphä­re von Er­war­tung. Zwi­schen­durch hat­te ich – sa­gen wir mal – Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen. Bei mei­nen Te­enagern dreht es sich die letz­ten Wo­chen vorm Fest nur dar­um, Ge­schen­ke

zu ver­han­deln. Seit Jah­ren. Das führt zwangs­läu­fig zu Kri­sen. Weil ih­re An­sprü­che mein Ge­schen­ke-Bud­get über­schrei­ten und weil ich es auch nicht ein­se­he, dass man al­le Ju­bel­jah­re zum Bei­spiel ein neu­es Smart­pho­ne braucht. Und Über­ra­schun­gen? Um Him­mels Wil­len. Geht gar nicht! Manch­mal fra­ge ich mich: Was hast du falsch ge­macht? Mein Mann hält sich da fein raus. Da­für mi­schen sich die Groß­el­tern ein und schum­meln un­ter den Tan­nen­baum, was ich nicht schen­ken woll­te. An­fangs ha­be ich mich ge­är­gert, im Stil­len na­tür­lich, ich will ja nie­man­dem den Spaß ver­der­ben. Aber ich be­trach­te es als Ein­mi­schung in mei­ne Er­zie­hung. Dann ha­be ich mir ge­sagt: Ist es nicht das Vor­recht von Oma und Opa, ih­re En­kel zu ver­wöh­nen? Und es macht ja auch Spaß, gut ge­laun­te und glück­li­che Kin­der um sich zu ha­ben. Für mich ist das Schöns­te und Wich­tigs­te, dass wir al­le zu­sam­men

fei­ern. Mei­ne El­tern und Schwie­ger­el­tern und mei­ne Lieb­lings­tan­te, die sich al­le blen­dend ver­ste­hen, rei­sen über die Weih­nachts­ta­ge an, und dann ist wirk­lich Ju­bel-Tru­bel in un­se­rem Haus. So wie ich es schon in mei­nen

Kin­der­ta­gen ge­liebt ha­be. Ka­trin, 52

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