Stress? Nicht mit mir!

He­len Hei­ne­mann, Lei­te­rin des In­sti­tuts für bur­nout-Prä­ven­ti­on Ham­burg, gibt uns Tipps, wie wir die hek­ti­sche Weih­nachts­zeit ganz ent­spannt er­le­ben

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Ei­ne hal­be St­un­de ei­nen Park­platz ge­sucht und die Ein­kaufs­lis­te ist län­ger als der Bart des Weih­nachts­manns. Mit voll­be­pack­ten Tü­ten macht ja Ge­schäf­teHop­ping erst so rich­tig Spaß. Wenn wir zu Hau­se sind, mer­ken wir, dass wir die Hälf­te ver­ges­sen ha­ben. Aber zum Glück müs­sen wir ja so­wie­so noch mal los. Zum Plätz­chen­ba­cken braucht man schließ­lich Zu­ta­ten, und die Weih­nachts­gans will auch noch be­sorgt wer­den … Ty­pi­sche Sze­nen, in de­nen wir jah­re­lang mit­ge­spielt ha­ben – schweiß­ge­ba­det in der Kü­che ste­hen und für 20 Mann ko­chen, wäh­rend der Liebs­te die Fü­ße hoch­legt. Und dann sagt er noch, wir sol­len uns nicht so stres­sen. Wie wä­re es, wenn er uns mal hilft?! Jetzt reicht es aber mal. Die Weih­nachts­zeit könn­te sooo schön sein. Ja! Mit der rich­ti­gen Stra­te­gie wer­den auch wir ku­sche­li­ge Aben­de vor dem Ka­min ver­brin­gen.

1 Ein gro­ßer Ein­kaufs­tag

An dem Tag er­le­di­gen wir so viel wie mög­lich. Am bes­ten an ei­nem Wo­chen­tag und schon An­fang De­zem­ber, wenn die Ge­schäf­te noch nicht total über­füllt sind. Für die­sen Ein­kaufs­tag ha­ben wir ei­ne gut vor­be­rei­te­te Lis­te und ei­nen Ablauf­plan, der min­des­tens zwei Pau­sen vor­sieht, z. B. ei­ne Ku­chenSchlem­me­rei in un­se­rem Lieb­lings­Ca­fé oder ei­ne Ge­sichts­mas­sa­ge in ei­nem Well­ness­zen­trum. Be­kom­men wir an dem Tag das Ge­wünsch­te nicht, hän­gen wir noch ei­nen hal­ben dran. Dann soll­te aber Schluss sein.

2 On­line-Shop­ping

Fin­den wir kei­ne pas­sen­den Ge­schen­ke und mer­ken, wie der Stres­spe­gel steigt, pro­bie­ren wir es im In­ter­net. Dann kön­nen wir es uns auf dem So­fa mit ei­nem Gläs­chen Wein und un­se­rer Schmu­se­de­cke ge­müt­lich ma­chen.

3 Ein ge­schenk für al­le

Nicht je­der braucht DAS in­di­vi­du­el­le Ge­schenk. Wir kön­nen un­se­re Lie­ben auch ein­fach fra­gen, was sie sich wün­schen. Wol­len sie sich dann aber ab­so­lut nicht ent­schei­den, be­sor­gen wir et­was an­de­res. Wenn uns et­was Gu­tes ein­fällt, ver­schen­ken wir es mehr­fach. In­di­vi­dua­li­tät und Krea­ti­vi­tät las­sen sich bei der Ver­pa­ckung oder mit ei­ner klei­nen Bei­ga­be im­mer noch zau­bern.

4 Je­der soll uns hel­fen

Wir müs­sen nicht im­mer al­les al­lein auf­ti­schen. Wir kön­nen auch kla­re An­sa­gen ma­chen, dass wir Hil­fe brau­chen. Oder wir bit­ten un­se­re Gäs­te, dass sie et­was mit­brin­gen. Viel­leicht ge­hen wir auch mal al­le zu­sam­men in ei­nem schi­cken Re­stau­rant es­sen?!

5 uns ein­la­den las­sen

Gu­te Idee. Denn WIR sind nicht die Hel­fer der hei­li­gen Weih­nacht, auch in un­se­ren Freun­den und Ver­wand­ten schlum­mern be­stimmt gu­te Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­len­te. •

Ich muss nicht per­fekt sein! Gu­te Lau­ne

ist viel wich­ti­ger !

rück­zug Wir su­chen lie­ber un­se­re in­ne­re ru­he statt Weih­nachts­ge­schen­ke

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