„Mei­ne Fi­gu­ren über­ra­schen mich“

Meins - - Vergnügen Mein -

Ei­gent­lich ist sie ja Ame­ri­ka­ne­rin, die al­ler­dings sehr er­folg­reich sehr bri­ti­sche Kri­mis schreibt. Eliz­a­beth Ge­or­ge war Eng­lisch­leh­re­rin, bis sie En­de der 80er-Jah­re mit ih­rem ers­ten Kri­mi „Gott schüt­ze die­ses Haus“ei­nen Über­ra­schungs­er­folg hin­leg­te. Heu­te ist sie die „Queen of Cri­me“, die mit ih­ren 19 Bü­chern um In­spec­tor Lyn­ley be­rühmt wur­de.

MEINS: In Ih­rem neu­en Buch „Be­den­ke, was du tust“ist das Op­fer ei­ne Au­to­rin. Wie fühlt sich das an, ei­ne „Kol­le­gin“ster­ben zu las­sen?

Eliz­a­beth Ge­or­ge: „Ich ha­be Cla­re Ab­bott gar nicht als Kol­le­gin, son­dern nur als Cha­rak­ter ge­se­hen, den ich er­schaf­fen ha­be. In­ter­es­san­ter­wei­se war sie gar nicht die Per­son, die ich ei­gent­lich als Op­fer vor­ge­se­hen hat­te. Aber als sich im Ro­man al­les zu­sam­men­ge­fügt hat, ha­be ich ge­merkt, dass sie ei­ne bes­se­re Wahl für das Op­fer ist. Nor­ma­ler­wei­se pas­siert mir so et­was nicht. Wenn ich mich für ein Op­fer ent­schei­de, bleibt es das auch.

MEINS: Ha­ben Sie ei­gent­lich ei­ne be­son­de­re Be­zie­hung zu Ih­ren Fi­gu­ren? Eliz­a­beth Ge­or­ge: Nein, ehr­lich ge­sagt ver­ste­he ich gar nicht, wie Au­to­ren

Be­zie­hun­gen zu fik­tio­na­len Per­so­nen ha­ben kön­nen. Der ein­zi­ge Be­zug, den es ge­ben könn­te, ist, dass ich sie er­schaf­fen ha­be. Meis­tens be­neh­men sie sich auch so, wie sie „sol­len“. Nur manch­mal über­ra­schen sie mich mit et­was, was ich nicht er­war­tet ha­be.

MEINS: Wie ist Ihr Ver­hält­nis zu an­de­ren Schrift­stel­lern?

Eliz­a­beth Ge­or­ge: Ich lie­be es, mit an­de­ren Au­to­ren in Kon­takt zu sein, und bin Mit­glied ei­ner klei­nen Ge­mein­schaft von Schrift­stel­le­rin­nen. Wir nen­nen uns selbst „The Si­s­tahs“. Letz­tes Jahr ha­ben wir zwei Wo­chen in ei­ner ge­mie­te­ten Vil­la in Ita­li­en ver­bracht, um ei­nen ge­mein­sa­men Rück­zugs­ort zum Schrei­ben zu ha­ben. Das war sen­sa­tio­nell.

MEINS: Sie sind schon lan­ge ei­ne sehr er­folg­rei­che Best­sel­ler-Au­to­rin. Hat Sie der Er­folg ver­än­dert? Eliz­a­beth Ge­or­ge: Nein, nicht so wirk­lich. Haupt­säch­lich macht mich der Er­folg über­mä­ßig be­schäf­tigt. Ich muss mei­ne Ta­ge ge­nau ein­tei­len, um al­les hin­zu­be­kom­men. Ei­ne St­un­de dies, ei­ne St­un­de das, zwei St­un­den hier, zwei St­un­den dort. Ich rei­se sehr viel und bin oft un­ter­wegs.

VEry bri­tiSh eliz­a­beth Ge­or­ge lässt all ih­re Kri­mis in en­g­land spie­len

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