Was be­deu­tet uns Os­tern mit 50, 60, 70?

Wir fei­ern! Und schwel­gen in Früh­lings­ge­füh­len – mit un­se­ren liebs­ten, Freun­den und Nach­barn, zu Hau­se oder auf der Son­nen­in­sel

Meins - - Inhalt -

Os­tern ist Fa­mi­li­en­zeit – und Ju­bel­stim­mung im Haus

Wenn ich mal ganz ehr­lich bin, fin­de ich die Fei­er­ta­ge so wun­der­bar, weil wir dann al­le zu­sam­men­kom­men. Sonst ist ja we­nig Zeit, die Kin­der ha­ben viel zu tun, da flie­gen so ein paar St­un­den am Wo­che­n­en­de schnell da­hin. Und selbst Weih­nach­ten ha­ben wir nicht viel von ih­nen, da for­dern ja auch die Schwie­ger­el­tern ihr Recht. Aber Os­tern ge­hört UNS! Die Kin­der kom­men im­mer schon Kar­frei­tag – wir schmü­cken zu­sam­men den Os­ter­strauch. Auch mei­ne El­tern las­sen sich das nicht neh­men. Die wol­len ih­ren ein­zi­gen Uren­kel se­hen, der dann rund um die Uhr be­spielt wird. Bei­ne hoch und aus­ru­hen ist nicht bei all dem Tru­bel. Aber das stört mich nicht. Ich war schon im­mer ein „Fa­mi­li­en­tier“. Schimp­fen darf ich so­wie­so nicht, dann sagt mein Mann: „ Selbst schuld! Du willst es ja so.“Er zieht sich zwi­schen­durch mal zu­rück, hat er schon im­mer ge­macht.

Manch­mal är­ge­re ich mich ein biss­chen, aber ich sa­ge mir dann auch: Sei dank­bar, dass er über­haupt so vie­le Jah­re mit­ge­spielt hat. Wir hat­ten frü­her im­mer

ein vol­les Haus. Mein Schöns­tes ist der Os­ter­spa­zier­gang, den ma­chen wir, wenn wir mei­ne El­tern aus der

Kir­che ab­ge­holt ha­ben. Da müs­sen sie hin, auch wenn bei­de nicht die Spur re­li­gi­ös sind. Aber sie er­war­ten nicht, dass wir sie be­glei­ten. Das Ei­er­su­chen war schon im­mer et­w­tas stres­sig, weil es zwi­schen Früh­stück und Kir­che ge­klemmt wer­den muss­te. Ja, und dann zu­ckeln wir durch Feld und Wald. Ich bin froh, dass mei­ne El­tern noch so fit sind und al­les mit­ma­chen kön­nen. Es ist eben doch gut, „jun­ge“El­tern zu ha­ben. Wenn Os­tern spät liegt und son­nig ist, pflü­cken wir un­ter­wegs Schlüs­sel­blu­men und ver­an­stal­ten ein klei­nes Pick­nick. Das fei­er­li­che Me­nü gibt’s schon am Sonn­abend, da kann am Sonn­tag die Kü­che ja auch mal kalt blei­ben. Sa­bi­ne, 55

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