Mein Ver­gnü­gen

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Ei­ne Lie­be er­lebt nicht un­be­dingt im ers­ten Ge­fühls­tau­mel ih­ren Hö­he­punkt. Ge­ra­de nach schwe­ren Kri­sen kön­nen wir er­le­ben: Wenn man sie ge­mein­sam durch­steht, stär­ken sie das Zu­sam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl, be­rei­chern sie un­se­re Ge­füh­le.

Vi­el­leicht wirkt Andrea Kie­wel ge­nau aus die­sem Grund oft so, als wol­le sie vor lau­ter Glück in die Luft sprin­gen. Über­schäu­mend fröh­lich, spon­tan und wit­zig führt sie uns am Sonn­tag­mit­tag durch den „ZDFFern­seh­gar­ten“, der am 8. Mai sein

30-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um fei­ert. Als Mo­de­ra­to­rin, als das be­lieb­te Ge­sicht die­ses Fern­seh­klas­si­kers, ist auch Andrea Kie­wel schon seit 15 Jah­ren da­bei. Doch Rou­ti­ne? Nein. Im Ge­gen­teil. Das liegt ei­ner­seits am Na­tu­rell der for­schen ehe­ma­li­gen Leis­tungs­schwim­me­rin der DDR, die nach der Wen­de schnell Kar­rie­re im Fern­se­hen ge­macht hat. An­de­rer­seits ist da die­se be­son­de­re Be­zie­hung, die der selbst­be­wuss­te Star und sein Haus­sen­der ZDF mit­ein­an­der auf­ge­baut ha­ben.

ob­wohl es durch­aus Ver­stim­mun­gen gab,

wenn das lo­se sit­zen­de Kie­wel-Mund­werk übers Ziel hin­aus­schoss. Und ei­ne zwi­schen­zeit­li­che Tren­nung vor zehn Jah­ren ge­riet zur ech­ten Be­wäh­rungs­pro­be. Die ge­bür­ti­ge Ber­li­ne­rin, nicht nur frech, son­dern auch ge­schäfts­tüch­tig, hat­te da­mals ei­nen Wer­be­ver­trag ver­heim­licht. Nach ei­ner kur­zen Pau­se schenk­te der Sen­der ihr aber wie­der das vol­le Ver­trau­en. Nicht nur für den „Fern­seh­gar­ten“, son­dern auch für Abend­shows, Schla­ger­sen­dun­gen und Ga­las. Ih­re vie­len Fans, für die sie ein­fach nur „un­se­re Ki­wi“ist, freu­en sich. Weil sie an ihr ge­nau das mö­gen: das Un­per­fek­te, ihr un­be­re­chen­ba­res Tem­pe­ra-

ment, ih­re Au­then­ti­zi­tät. Sie selbst sagt über sich: „Ich ha­be ein Ur­ver­trau­en, das mir hilft, Rück­schlä­ge zu über­ste­hen. Ich den­ke dann, ir­gend­wie wird es gut wer­den.“Mit ih­rem un­er­schüt­ter­li­chen Op­ti­mis­mus hat die Mut­ter von zwei Söh­nen, 19 und 16, auch ih­re drei ge­schei­ter­ten Ehen und man­che pri­va­te Kri­se über­wun­den.

Andrea Kie­wels Hu­mor hilft

ihr in al­len si­tua­tio­nen. Und sie trägt ihr gro­ßes, spru­deln­des Herz auf der Zun­ge. Im All­tag oder im Show­licht. Das macht bei ihr kei­nen Un­ter­schied. „Mei­ne El­tern sind stil­le Men­schen. Ich be­haup­te bis heu­te, dass ich nach der Ge­burt vi­el­leicht ver­tauscht wor­den bin“, sagt sie. Das ist Ki­wi-Hu­mor. Ty­pisch. •

schön FREI

Bei der Mo­de­ra­to­rin des „Fern­seh­gar­tens“muss man im­mer mit al­lem rech­nen. Gut so

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