Neu­an­fang

Vi­sa­gis­tin und Sty­lis­tin ruth vah­le Haru­na, 46, hat sich ei­nen Traum er­füllt. Und macht da­mit auch an­de­re glück­lich

Meins - - Inhalt - VON UTA DIETSCH

Vi­sa­gis­tin Ruth Vah­le, 46, hat sich ei­nen gro­ßen Traum er­füllt

Was für mich der schöns­te Mo­ment ist?“Ruth Vah­le Haru­na, 46, muss nicht lan­ge über­le­gen: „Wenn die Frau­en nach ei­nem Um­sty­ling in den Spie­gel schau­en und sa­gen: Bin ich das? Ich se­he ja rich­tig schön aus!“Da­zu fun­keln ih­re Au­gen, und sie strah­len glück­lich. „Wenn sie ih­re ei­ge­ne Schön­heit wie­der­ent­de­cken“, sagt der Beauty-Coach, „dann ist es das, was mich in mei­nem Be­ruf im­mer wie­der er­füllt.“

Vor 25 Jah­ren hat sie ih­re Aus­bil­dung zur Fri­seu­rin ab­sol­viert. „Ich wuss­te be­reits als klei­nes Mäd­chen, dass ich nur das ma­chen möch­te.“Auch ih­re Töch­ter Mou­n­i­ra, 13, und Sa­da, 11, lie­ben es von klein auf, sich ge­gen­sei­tig zu fri­sie­ren und neue Schmin­ke von Ma­ma aus­zu­pro­bie­ren. „Ich bin schon lan­ge al­lein­er­zie­hend, ha­be aber im­mer selbst­stän­dig ge­ar­bei­tet. Das war oft nicht leicht, be­son­ders als die Kin­der noch klein wa­ren“, ge­steht Ruth. „Trotz­dem ha­be ich es im Lau­fe der Zeit ge­schafft, mir et­was Ei­ge­nes auf­zu­bau­en.“Mit ei­nem ei­ge­nen Sa­lon hat sie sich ih­ren gro­ßen Traum er­füllt.

bei Vor­her-nach­her-re­ports für Frau­en­zeit­schrif­ten hat sie ih­ren rie­si­gen Er­fah­rungs­schatz ge­sam­melt. „In den ver­gan­ge­nen sie­ben Jah­ren durf­te ich um die 200 Frau­en ver­schö­nern“, sagt Ruth. Und fast im­mer hat sie Lob ge­ern­tet. Wie schafft man das? „Ich se­he mir die Frau­en sehr genau an, manch­mal schon vor­her auf ei­nem Foto.“Sie muss die Pro­por­tio­nen genau er­fas­sen, sich über­le­gen, wie man ei­ne Har­mo­nie her­stel­len kann. Wenn je­mand ein eher brei­tes Ge­sicht hat oder ein schma­les, kann man das durch ein ent­spre­chen­des Ma­ke-up oder ei­ne be­stimm­te Fri­sur aus­glei­chen. Oft ist es auch nur ei­ne fal­sche Haar­far­be, die nicht zum Typ passt und den Ge­samt­ein­druck stört. All das ist voll­kom­men un­ab­hän­gig da­von, was ge­ra­de an­ge-

sagt ist. Im Trend liegt die Vi­sa­gis­tin aber mit ih­ren Pro­duk­ten: Sie setzt auf Na­tur und in­ves­tiert viel Zeit in die Su­che nach Sham­poos und Kos­me­ti­ka.

Im ver­gan­ge­nen Win­ter er­öff­ne­te sie ih­ren Sa­lon.

„Manch­mal kann ich es selbst gar nicht glau­ben, wenn ich hier mor­gens die Tür auf­schlie­ße. Da muss ich mich knei­fen, um zu be­grei­fen: Ja, das ist mein La­den. Hier bin ich der Chef.“Was sie zu die­sem Schritt be­wo­gen hat? „Ich kann noch in­di­vi­du­el­ler auf die Frau­en ein­ge­hen und ih­nen in al­ler Ru­he zei­gen, wie sie das zu Hau­se nach­sty­len kön­nen. Schließ­lich ist nichts blö­der, als wenn man die Fri­sur oder das Ma­ke-up selbst nicht so hin­be­kommt und schließ­lich frus­triert zu Hau­se hockt.“

Ih­re Kun­din­nen wis­sen das zu schät­zen. Vie­le rei­sen aus dem Ruhr­ge­biet oder gar aus Süd­deutsch­land an. Ei­ne von ih­nen ist Pe­tra (sie­he Foto), die aus Bre­men kommt, weil die Fri­seu­re da die Haa­re nicht so gut schnei­den wie Ruth. „Das ist ein gro­ßes Kom­pli­ment für mich“, sagt die Hair­sty­lis­tin. Dar­auf ist sie ein biss­chen stolz.

Nicht sel­ten schrei­ben ihr die Frau­en nach dem Be­such, wie froh und dank­bar sie für das neue Sty­ling sind. „Das liegt wohl dar­an, dass es nicht ein­fach nur ei­ne neue Haar­far­be oder ein neu­er Schnitt ist“, weiß Ruth heu­te. „Die Frau­en füh­len sich plötz­lich wohl in ih­rer Haut. Ihr Auf­tre­ten ver­än­dert sich, sie wer­den selbst­be­wuss­ter und ha­ben end­lich das Ge­fühl, ihr gan­zes Po­ten­zi­al auch ent­fal­ten zu kön­nen.“

Be­rührt von der ei­ge­nen Schön­heit, das ist das Ziel.

Neu­lich kam ei­ne Frau aus der Nach­bar­schaft vor­bei. „Sie war schüch­tern und frag­te mit dün­ner Stim­me, ob ich ihr hel­fen kön­ne“, er­in­nert sich Ruth. Es ging um die Erst­kom­mu­ni­on ih­rer Toch­ter. Ihr Ex-Mann wür­de auch kom­men, mit sei­ner neu­en Freun­din. Da woll­te sie et­was her­ma­chen. Ruth liebt sol­che Her­aus­for­de­run­gen. „Da mer­ke ich, dass es um so viel mehr geht als nur um äu­ße­re Schön­heit. Die Ge­sprä­che mit mei­nen Kun­din­nen sind ge­nau­so wich­tig.“

Sie ha­ben al­les durch­ge­spro­chen, die neue Fri­sur, ein schö­nes Ma­ke-up. Schließ­lich hat sie auch noch ihr Out­fit zu Ruth ge­bracht. Die hat ihr ge­ra­ten, es mit ei­nem bun­ten Tuch und ei­ner gro­ßen Ket­te zu er­gän­zen. „Es ist im­mer wie­der ei­ne gro­ße Über­ra­schung, wie po­si­tiv sich Frau­en ver­wan­deln kön­nen. Wenn ich so ei­ne Frau glück­lich ma­chen kann, macht mich das selbst auch glück­lich. Da kann ich ar­bei­ten wie ver­rückt und bin abends über­haupt nicht k. o.“• In­fos auf www.ruth-vah­le-haru­na.de

Bei je­der Frau geht es dar­um, ih­re Schön­heits­merk­ma­le zu er­ken­nen und zu un­ter­strei­chen

in­di­vi­du­el­le be­ra­tung Ruth Vah­le Haru­na, 46, nimmt sich für je­de ih­rer Kun­din­nen sehr viel Zeit

mit Sorg­Falt Stamm­kun­din Pe­tra Ren­ken, 57, fährt ex­tra von Bre­men zu Ruth nach Hamburg

Stol­Ze la­den­beSitZe­rin Ruth hat sich mit ih­rer Beauty-Lounge ei­nen lang ge­heg­ten Wunsch er­füllt

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.