Ku­ren, Kur­se, Re­ha

Ob ei­ne chro­ni­sche Krank­heit, ein aku­tes Lei­den oder Vor­sor­ge: Neue Kraft gibt es auf Kas­sen­kos­ten. Denn Ku­ren und Kur­se ste­hen je­dem Pa­ti­en­ten zu

Meins - - Inhalt - VON Sa­bi­Ne KämPer

Das zahlt die Kas­se

Ge­sund­heit ist leich­ter ver­lo­ren als wie­der­ge­won­nen, sagt ein Sprich­wort. Wie wahr. Doch Kran­ken- und Ren­ten­kas­se hel­fen uns beim Ge­sund­wer­den und auch beim Ge­sund­blei­ben. An­spruch ha­ben wir im­mer dann, wenn es um Er­hal­tung oder Wie­der­her­stel­lung der be­ruf­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit geht oder wenn ei­ne Be­hin­de­rung droht. Das klingt dra­ma­ti­scher, als es ist, er­klärt An­walt Chris­ti­an Au: „Als Be­hin­de­rung gilt, wenn ei­ne ho­he Wahr­schein­lich­keit be­steht, dass kör­per­li­che Funk­tio­nen, geis­ti­ge Fä­hig­kei­ten oder die see­li­sche Ge­sund­heit län­ger als sechs Mo­na­te von dem fürs Le­bens­al­ter ty­pi­schen Zu­stand ab­wei­chen wer­den.“

Für je­des Zip­per­lein die rich­ti­ge Re­ha-Maß­nah­me

Die wohl be­kann­tes­te Leis­tung ist die me­di­zi­ni­sche Re­ha­bi­li­ta­ti­on. Sie ist in der Re­gel auch ge­meint, wenn wir von Kur spre­chen. Nor­ma­ler­wei­se wird sie für drei Wo­chen be­wil­ligt. Ein Recht dar­auf ha­ben wir al­le vier Jah­re. „Zu­dem gibt es aber auch noch be­ruf­li­che Re­ha, et­wa Ein­glie­de­rung nach lan­ger Krank­heit oder Um­schu­lung, wenn aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den der al­te Be­ruf nicht mehr aus­ge­übt wer­den kann, oder die ger­ia­tri­sche Re­ha, um zum Bei­spiel bei äl­te­ren Men­schen die Selbst­stän­dig­keit län­ger zu er­hal­ten“, so Au­tor Chris­ti­an Au („Ihr Recht auf Re­ha“, 9,90 Eu­ro).

Ta­pe­ten­wech­sel oder in ver­trau­ter Um­ge­bung

Ge­mein ist al­len Leis­tun­gen, dass sie ent­we­der am­bu­lant oder sta­tio­när durch­ge­führt wer­den. Im ers­ten Fall woh­nen wir da­heim oder am Ku­r­ort im Ho­tel oder in ei­ner Fe­ri­en­woh­nung. Über­nom­men wer­den nur die Kos­ten für die An­wen­dun­gen (s. Kas­ten). Bei der sta­tio­nä­ren Kur sind wir in der Ein­rich­tung di­rekt un­ter­ge­bracht. Zu­sätz­lich zum Ort un­ter­schei­den wir auch noch das Ziel der Kur. Dient sie dem Ge­sund­wer­den oder dem Ge­sund­blei­ben? Vor al­lem sol­che Prä­ven­ti­ons­ku­ren wer­den im­mer sel­te­ner ge­neh­migt. Oft bleibt nur: selbst fi­nan­zie­ren. Doch auch wenn wir sie aus ei­ge­ner Ta­sche zah­len müs­sen, kön­nen wir die Kran­ken­kas­se dar­an be­tei­li­gen. Zum Bei­spiel, in­dem un­ser Arzt Re­zep­te für An­wen­dun­gen wie Mas­sa­gen o. Ä. aus­stellt, die wir am Ku­r­ort ein­lö­sen. Auch von der Kas­se fi­nan­zier­te Ge­sund­heits­vor­sor­ge­kur­se (wie Aqua-Fit­ness, Ent­span­nung oder Yo­ga) müs­sen wir nicht un­be­dingt zu Hau­se an un­se­rem Wohn­ort be­su­chen. Und Nach­sor­ge-Kur­se gibt es eben­falls auf Kas­sen­kos­ten, so Chris­ti­an Au: „Fra­gen Sie Ih­ren Arzt nach Re­ha-Sport.“Das ist re­gel­mä­ßi­ges Be­we­gungs­trai­ning über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum, bei­spiels­wei­se 70 Ein­hei­ten. Da­nach sind wir dann si­cher wie­der top­fit. •

Das ha­ben wiR Uns veR­DienT! Ob wir ge­sund wer­den oder ein­fach fit blei­ben wol­len: Bei der Kur dreht sich al­les nur um uns!

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