Der Gi­gant der lei­sen Tö­ne

Mu­sik ma­chen ist doch ei­ne ganz nor­ma­le Ar­beit

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Er lebt auf ei­nem Schloss bei Du­blin. Doch es gibt nur we­ni­ge Pop­sän­ger, die bo­den­stän­di­ger sind als der Ire Chris de Burgh, 67. Bei sei­ner Som­mer-Tour wird man den Mann mit der Samt­stim­me be­son­ders in­ten­siv er­le­ben kön­nen. Nur be­glei­tet vom Pia­nis­ten Ni­gel Hop­kins, singt er sei­ne gro­ßen Hits („High on Emo­ti­on“) in in­ti­men Akus­tik-Ver­sio­nen. MEINS lädt 40 Le­se­rin­nen ex­klu­siv zu Kon­zer­ten ein – und sprach mit Chris de Burgh.

Meins: Ver­ra­ten sie uns, wie sie es schaf­fen, nach all den er­folg­rei­chen Jah­ren im­mer noch so un­kom­pli­ziert zu wir­ken?

Chris de Burgh: Mu­sik ma­chen ist mei­ne Ar­beit, wie sie auch al­le an­de­ren Men­schen ver­rich­ten. Dar­an ist nichts Au­ßer­ge­wöhn­li­ches. Und ich ken­ne ei­ni­ge alt­ein­ge­ses­se­ne Stars wie Phil Col­lins oder Rod Ste­wart, die trotz ih­res Ruh­mes be­schei­den und de­mü­tig ge­blie­ben sind.

Meins: Weil sie auch schon an­de­re Zei­ten er­lebt ha­ben?

Chris de Burgh: Ich hat­te vie­le Jah­re gar kein Geld und ho­he Schul­den. Da­her ken­ne ich den Wert des Gel­des. Wie auch mei­ne drei Kin­der, die aus­ge­gli­chen und höf­lich sind. Ich bin stolz dar­auf, wie sie sich ent­wi­ckelt ha­ben, und of­fen­sicht­lich ha­be ich in der Er­zie­hung nicht al­les falsch ge­macht.

Meins: ih­re äl­tes­te toch­ter Ro­san­na hat vor zwei Jah­ren ge­hei­ra­tet. hat sich ihr Ver­hält­nis ge­än­dert?

Chris de Burgh: Sie hat ei­nen wun­der­ba­ren Jun­gen ge­hei­ra­tet. Ich freue mich für sie. Doch sie wird im­mer mein klei­nes Mäd­chen blei­ben, egal, was pas­siert. Und sie weiß, wie sie mich um den Fin­ger wi­ckeln kann.

Meins: Wie viel Zeit ver­brin­gen sie mit der Fa­mi­lie?

Chris de Burgh: So viel wie mög­lich. Und min­des­tens ein­mal im Jahr ma­chen wir al­le zu­sam­men Ur­laub. Wir sind ei­ne ganz nor­ma­le Fa­mi­lie und ste­hen uns sehr na­he.

Meins: ih­re Frau dia­na be­glei­tet sie fast nie. War­um nicht?

Chris de Burg: Weil sie es hasst! Sie mag kei­nen Small Talk, wie er auf die­sen Pro­mi-Par­tys üb­lich ist. Und sie ver­reist nicht so gern, ist lie­ber zu Hau­se, malt, singt im Chor, macht Pi­la­tes. Sie führt ihr ei­ge­nes Le­ben. Und passt mit auf, dass es mir ge­sund­heit­lich gut geht. Mei­ne Kon­zer­te dau­ern bis zu drei St­un­den, da muss ich fit sein. •

ge­er­det Ein gro­ßer, sanf­ter Ge­schich­ten­er­zäh­ler – seit 40 Jah­ren WiR tRef­fen den StaR!

Be­schei­den und so­oo nett „Wir Iren sind of­fen­her­zig und groß­zü­gig.“Stimmt!

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